Do
22
Sep
2011
Tiroler Frauen verdienen um 27,2 Prozent weniger als Männer
v.l.n.r.: Petra Rousavy (Flugzeugtechnikerin), Ulrike Ernstbrunner (Tiroler ÖGB-Landesfrauenvorsitzende), Brigitte Ruprecht (ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende) und Thomas Steiner (Betriebsratsvorsitzender der Tyrolean-Airways)
Ab 23. September 2011, dem sogenannten "Equal Pay Day", arbeiten Tiroler Frauen einkommensstatistisch gesehen auf das restliche Jahr umgerechnet umsonst. Im Vergleich zu ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung liegt das Fraueneinkommen mit 30.110 Euro unter dem der Männereinkommen von 41.342 Euro. „Um dies den Betroffenen, aber auch Männern weiterzugeben touren wir quer durchs Land. Der diskriminierenden Entlohnung gehört ein für alle Mal ein Riegel vorgeschoben“, erklärt die ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende, Brigitte Rupprecht, im Zuge des Tyrolean Betriebsbesuches.
Tiroler Frauen arbeiten 100 Tage gratis
"100 Tage Gratis-Frauenarbeit sind der Beweis für die offensichtliche Diskriminierung der Frauen beim Einkommen. Diese Einkommensunterschiede haben viele Ursachen, die sachlich keinesfalls
gerechtfertigt sind. Die scheinheiligen Argumentationen von Seiten der Verantwortlichen sind bereits im Bewusstsein der Tiroler Frauen verankert. Wir ÖGB-Frauen halten nach wie vor an unserer
Forderung zur Einkommensgerechtigkeit fest und werden mit einer Infokampagne in den allen Tiroler Bezirken weitere Aufklärungsarbeit leisten", so die Tiroler ÖGB-Frauenvorsitzende Ulrike
Ernstbrunner.
ÖGB-Frauen werden nicht müde
"Wir werden nicht müde werden, immer wieder auf die schlichtweg traurige Situation bei der Einkommenssituation der Tiroler Frauen anzukämpfen. Durch die verpflichtenden Einkommensberichte, werden
in den nächsten Jahren die Fakten auf den Tisch kommen. Wir werden uns nicht fürchten, diskriminierende Zustände und Vorkommnisse mit Hilfe der Gleichbehandlungsanwaltschaft aus dem Weg zu
räumen. Es kann und darf nicht sein, dass unser Land die Arbeit von vielen Frauen als Gratisdienstleistung und Selbstverständlichkeit in Anspruch nimmt. Wir fordern faire 100%", so Rupprecht
abschließend.
GPA-djp will Fraueneinkommen mit Sonder-KV-Runden anheben
„Die österreichische Einkommensschere ist im internationalen Vergleich besonders groß, Maßnahmen, um gegenzulenken, sind notwendig“, fordert die Frauenvorsitzende GPA-djp Tirol, Barbara Nerad,
Sonderrunden für Frauen bei den Kollektivverhandlungen: „Die Sozialpartner sollen die Ursachen für die Einkommensunterschiede analysieren, um endlich gezielte Gegenmaßnahmen setzen zu können.“
Sowohl der Gesetzgeber als auch die Sozialpartner haben sich zur Verringerung des Gender Gaps bekannt, jetzt ist es an der Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen, so Nerad: „Unsere Forderung,
sich beispielsweise alle drei Jahre in professionellen Verhandlungsrunden ausschließlich der Situation von Frauen zu widmen, bedeutet natürlich nicht, dieses Thema bei den regulären Verhandlungen
zu ignoriern – im Gegenteil: Wir werden bei allen KV-Runden Fragen der Gleichstellung, wie etwa die Anrechnung der Karenzzeiten von Frauen und Männern für die Lohn- und Gehaltsentwicklung,
thematisieren.“
Produktionsgewerkschaft fordert Chancengleichheit bei Einstufung, Aus- & Weiterbildung und Aufstieg
Falsche Einstufung, Aus- und Weiterbildung sowie geringe bis fehlende Aufstiegsmöglichkeiten bedeuten für Frauen negative Auswirkungen auf ihr gesamtes Berufsleben und natürlich auf ihr
Lebenseinkommen. „Frauen können es sich ganz einfach nicht leisten, bei gleicher Leistung rund ein Viertel weniger als Männer zu verdienen“, bekräftigt Silvia Nagele, Landesfrauenvorsitzende der
PRO-GE-Tirol. „Die Gesellschaft sowie die Wirtschaft müssen umdenken, dass Frauen ebenso vollwertige Mitarbeiterinnen sind und ihnen daher auch das Gleiche zusteht!“
Seit März 2011 machen die PRO-GE Frauen österreichweit mit der Kampagne "Kein Scherz - Frauen schneiden immer noch schlechter ab" darauf aufmerksam, dass Frauen noch immer keine Chancengleichheit
vorfinden. Mit dem Tragen des Scheren-Pins, dem Symbol der Kampagne, können Frauen und Männer ein sichtbares Zeichen für mehr Chancengleichheit setzen. Mehr Information unter www.proge-frauen.at.


Der Kurs des Papiers verliert zeitweise knapp 14 Prozent, die Verantwortung für den Absturz liegt auch
bei Firmenchef Zuckerberg
Neuer Trainer muss sich zum offensivem Fußball bekennen - Auch ohne internationales Geschäft keine
Budget-Kürzungen - Klein und Liendl gehen
Hätte ab 2014 stellvertretende Intendantin sowie Chefkuratorin werden sollen - Wird stattdessen
Intendantin am Berliner Gorki-Theater