Die Politiker sind retour vom Urlaub. Auch unsere Finanzministerin Maria Fekter, die momentan mit Aussagen wie "Vermögenssteuer trifft den einfachen Häuslbauer", aufhorchen lässt. Ich behaupte
mal, dass sich kaum eine Person aus dem gerne zitierten Mittelstand ein Häusl um 1.000.000 Euro hinstellt oder dieses Geld besitzt. Fekter glaubt das schon, wie ihre ganze ÖVP. Dabei würde nur
das Vermögen ab(!!!) diesem Betrag besteuert. Also bei einem Besitz von Sach- oder Geldmittel von 1.000.010 Euro würde eine Abgabe von drei bis sieben Cent fällig werden. Doch mit Boxhandschuhen
und Laserschwert in Star-Wars-Manier verteidigen ÖVP-Politiker die Superreichen des Landes und versuchen mit medialen Falschinformationen die Masse, den Mittelstand, auf ihre Seite zu ziehen.
Diese würden von einer Vermögenssteuer profitieren, steuerliche Vorteile genießen und die Konjunktur ankurbeln, werden aber in die Irre geführt. Nur unsere Nachbarn, die Tschechen, streifen noch
weniger Einnahmen aus Vermögen in Prozent des BIP ein. Aufgrund dieser Tatsache rügt uns auch schon die OECD, die eine Entlastung der Abgabenlast auf Arbeitseinkommen fordert. Doch die
ÖVP-Politiker bleiben stur, werden sich auch nicht bewegen und weiter vor dem Vermögen von Porsches, Flicks und Mateschitzs stellen, bevor Gerechtigkeit eintritt. Die reichsten zehn Prozent
unseres Landes dürften also ihren Anteil von zwei Drittel des bundesweiten Privatvermögens sicher haben und weiter ausbauen, bis es irgendwann ordentlich kracht, siehe London...
Leserbrief von Philip Wohlgemuth


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