Der ÖGB Tirol und dessen gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende, Otto Leist, sprechen sich klar für eine Besteuerung ab einem Vermögen von 700.000 Euro aus. „Es ist nicht verständlich, warum Reichtum keinen Beitrag zur Finanzierung von so wichtigen Bereichen wie Bildung, soziale Sicherheit oder Gesundheit beiträgt“, erklärt Leist.
Bodenseers Realitätsverlust
Die vom ÖGB und den Gewerkschaften forcierte Besteuerung würde nur Vermögen ab 700.000 Euro treffen. „So viel hat in Österreich fast niemand, schon gar nicht der von Bodenseer gerne verwendete
Mittelstand. Wenn er glaubt, dass die Masse ein Vermögen von 700.000 Euro besitzt, leidet er schlichtweg unter Realitätsverlust. Ein Prozent der gesamten Bevölkerung halten 33 Prozent des
Vermögens und das gehört besteuert und die Arbeit entlastet“, so Leist.
Ein Blick in andere europäische Länder zeige, dass Österreich bei der Besteuerung von Arbeitseinkommen überdurchschnittlich hoch liegt. „Selbst im neoliberalen England sind die Vermögenssteuern
höher als hierzulande. Es gibt enormes Potenzial zu Umschichtungen im Steuersystem, und damit zur steuerlichen Entlastung des Faktors Arbeit", zeigt der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende auf.


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