Fr
12
Aug
2011
Rund 20 GewerkschafterInnen protestieren mit Transparenten für gleiche Rechte und Bezahlung
Im Rahmen einer gemeinsamen Aktion auf der Zugspitze machen BetriebsrätInnen und GewerkschafterInnen aus Österreich und Deutschland auf die Probleme von LeiharbeiterInnen aufmerksam.
"Wir klettern auf die höchsten Spitzen, weil Leiharbeit in Deutschland den soziale Absturz bedeutet", kritisiert etwa Manuel Sauer von der Gewerkschaft ver.di. Denn während in Österreich ein
Kollektivvertrag für LeiharbeiterInnen unter anderem Löhne, Arbeitszeit, Kündigungsfristen oder Urlaubs- und Weihnachtsgeld regelt, gibt es in Deutschland keine vergleichbare Regelung. "Der
Kollektivvertrag für LeiharbeiterInnen ist einzigartig in Europa. Umso wichtiger ist es, dass die Betroffenen diese Rechte und Ansprüche auch kennen. Also keine Angst vor dem Absturz - der
Kollektivvertrag sichert dich", sagt Robert Koschin, Landessekretär der PRO-GE Tirol und weist auf die Info-Plattform www.leiharbeiter.athin.
Rund 20 BetriebsrätInnen und GewerkschafterInnen aus beiden Ländern werden sich am 10. August auf der 2.963 Meter hohen Zugspitze treffen und Transparente am höchsten Berg Deutschlands enthüllen.
Im Bereich des Gipfels verläuft auch die Staatsgrenze zwischen Österreich und Deutschland, daher auch die Idee für eine grenzüberschreitende Protest-Aktion der Gewerkschaften. "Trotz
Kollektivvertrag sind wir immer wieder mit falschen Einstufungen der Beschäftigten konfrontiert. Zudem wird sehr oft versucht, LeiharbeiterInnen zu einer einvernehmlichen Auflösung zu drängen,
damit etwaige Stehzeiten nicht bezahlt werden müssen. Mit dieser Praxis muss endlich Schluss sein", sagt Thomas Grammelhofer, PRO-GE Branchensekretär zur Situation in Österreich.


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