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10

Aug

2011

OsttirolerInnen werden zu gut ausgebildeten Arbeitsnomaden

OsttirolerInnen werden immer mehr zu Arbeitsnomaden. Während andere Tiroler Bezirke einen Zuwachs verzeichnen können, leidet Osttirol du einer Abwanderungsquote von 0,4 Prozent (215 Personen). „Wir bieten speziell jungen LienzerInnen keine gut bezahlten Arbeitsplätze. Jetzt ist die Politik gemeinsam mit der Wirtschaft ist gefordert, den gut ausgebildeten Menschen auch die entsprechenden Jobs zu gewährleisten, sonst wird der Abwanderungstrend nicht abreißen“, sagt der Vorsitzende der FSG-Lienz, Stefan Mair.

„Die triste Situation und der landesweite Spitzenwert an Abwanderung kann trotz der HTL, aus der genügend hoch qualifizierte Jugendliche herauskommen, nicht kompensiert werden. Jungen Menschen kehren Osttirol den Rücken und versuchen ihr Job-Glück anderswo. Dabei ist die Lebensqualität in Lienz hervorragend. Eltern sind auch bemüht, ihren Sprösslingen einen guten Arbeitsplatz zu gewährleisten. Aber was dann?“, fragt sich Mair.

„Lehrlinge gelten leider noch immer als schlecht bezahlte Buggler, dabei sind sie die dringend benötigten Fachkräfte von Morgen. Wir müssen ihnen auch einkommenstechnisch eine Perspektive geben. Zudem bedarf es dringend Job in der Forschung und Entwicklung. Momentan bietet die Industrie die bestbezahlten Arbeitsplätze. Aber auch hier fehlen den Ausbildungen entsprechende hoch bezahlte Arbeitsplätze. Leider trägt auch der Tourismus dazu bei, dass wir von 99 österreichischen Bezirken das siebtschlechteste Durchschnittseinkommen ausweisen. Jetzt sehe ich die Politik und die Wirtschaft am Zug, diesen Missstand durch Betriebsansiedelung zu beseitigen, die OsttirolerInnen auch beruflich eine Perspektive bieten“, so Mair abschließend.

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