Der gf. Tiroler ÖGB-Vorsitzende und AK-Vorstand Otto Leist unterstützt das Ansinnen von WKO-Bodenseer, pocht aber auf eine umfassende Steuerreform. „Unser Sozialpartner hat recht, wenn er die extrem hohe Besteuerung des Einkommens kritisiert. Aus allen Steuereinnahmen trägt der Faktor Arbeit gemeinsam mit der Mehrwertssteuer 65, vermögensbezogene Abgaben nur lächerliche 1,4 Prozent bei. Daher fordern wir die schon längst fällige höhere Besteuerung von Vermögen und Entlastung der Einkommen. Für die bevorstehenden KV-Verhandlungen kommt aber nur ein sattes Lohnplus in Frage. Bodenseers Ablenkungsmanöver und die Diskussion rund um die kalte Progression, dient einzig und alleine dazu, sozial gerechte Lohnerhöhungen zu verhindern“, so Leist.
„Unterm Strich muss es für ArbeitnehmerInnen eine spürbare Nettolohnerhöhung geben. Die kalte Progression trägt sicher dazu bei, dass der Finanzministerin Steuergelder in die Taschen gespült werden. Trotzdem haben ArbeitnehmerInnen bei sozial gerechten KV-Erhöhungen letztendlich mehr Geld in der Tasche. Was Bodenseer jetzt unter Begleitung von ÖGB-Abschaffungsforderungen alla Dörfler vorrechnet, ist schlichtweg falsch. Zudem darf man die Herabwürdigung der KV-Verhandlungen, die er als Theaterdonner bezeichnet, eine Beleidigung für alle ArbeitnehmerInnen werten. Geringe Lohnerhöhungen würden die triste Einkommenssituation der TirolerInnen weiterhin verschlechtern und kommen deshalb nicht in Frage“, stellt Leist abschließend klar.


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