Mi

27

Jul

2011

Schröcksnadel riskiert Arbeitsplätze und vernachlässigt heimische Wirtschaft

Für die Gewerkschaft vida riskiert Schröcksnadel mit seinen flotten Sprüchen und der Forderung nach kürzeren Betriebszeiten heimische Arbeitsplätze und Einkommenseinbussen seiner Beschäftigten. „Wer Skigebietsinvestitionen in Russland plant, der wird wohl auch für seinen „Hausberg“ und der heimischen Wirtschaft ein offenes Ohr haben. Bevor man durch vorschnelle Forderungen Arbeitsplätze gefährdet, sollte man besser darauf schauen, am Innsbrucker Hausberg, ähnlich wie in anderen Tourismusregionen, attraktive Freizeitangebote anzubieten. Das darf man sich vom Geschäftsführer der Sitour Marketing GmbH, Peter Schröcksnadel, schon erwarten“, so vida-Landesgeschäftsführer Gerhard Mimm.

Das sogenannte Firmenimperium von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel befindet sich auf der Suche nach Skigebietsinvestitionen in Osteuropa. „Der Fokus Schröcksnadels scheint also von der heimischen Wirtschaft wegzugehen. In Seilbahnerkreisen wird zudem schon seit längerem gemunkelt, dass die Fluktuation bei den Patscherkofelbahnen äußerst groß sei. Auch bei der Wahrung der Arbeitnehmerinteressen scheint großer Nachholbedarf zu herrschen. Jetzt die Fahrzeiten zu reduzieren führt letztendlich dazu, dass die ohnehin nicht gerade üppigen Einkommen weiter reduziert werden“, kritisiert vida-Landessekretär Philip Wohlgemuth.

Die Betriebszeiten muss auch Schröcksnadel im Rahmen eines öffentlichen Betriebes einhalten. „Er muss sich an den Vertrag halten. Wie es nach 2016 weitergeht ist eine andere Geschichte. Schröcksnadel sollte als Geschäftsführer der Sitour Marketing GmbH genug Erfahrung haben, auch Abseits des Skibetriebes durch innovative Ideen eine erhöhte Nutzung der Liftanlagen zu erreichen. Andere Regionen machen ihm das vor und jammern weniger“, so Mimm abschließend.

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