Mi
20
Jul
2011
Vida Tirol zur WKO: „Handeln, verbessern und ausbilden“
Dem drohenden Fachkräftemangel, der speziell auf Tirol Auswirkungen haben wird, können laut vida-Landesvorsitzenden und AK-Kammerrat, Günter Mayr, nur UnternehmerInnen und die Wirtschaftskammer selbst entgegenwirken. „TouristikerInnen sind angehalten, gute Arbeits- und Einkommensbedingungen zu schaffen und Fachkräfte selbst auszubilden. Nur so kann man auf lange Sicht konkurrenzfähig bleiben“, sagt Mayr.
„Dass Tirols Tourismus Kampagnen für eine Lehre in der Branche fährt ist gut und Recht. Die Bedingungen im Tourismus zu verbessern wären im Kampf gegen den Fachkräftemangel aber wesentlich
effizienter. Die Branche muss zukünftig Fachkräfte selbst ausbilden und nicht aus dem Ausland holen“, kritisiert vida-Landessekretär, ÖGB-Arbeitsmarktsprecher und AMS-Direktoriumsmitglied, Roland
Müller.
Die Einkommensstruktur im Tourismus ist für die Gewerkschaft vida nicht gerade ein Zugpferd für die Branche. „Wer Stubenmädchen und AbwäscherInnen schlechter bezahlt als das Reinigungspersonal,
braucht sich auch nicht wundern, dass niemand in diesem Bereich arbeiten will“, sagt Mayr. Der Tourismus ist von der Lohn- und Gehaltsstruktur nach wie vor im unteren Drittel der Einkommen
angesiedelt. Viele Beschäftigte kehren dem Tourismus schon nach kurzer Zeit den Rücken und wechseln in andere Berufe. Diese Branchenflucht wird anhalten, wenn sich an den Rahmenbedingungen und
der Entlohnung nichts ändert.


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