„Die abermalige Forderung von WKO-Bodenseer nach Sonntagsöffnung schadet nicht nur den Tiroler ArbeitnehmerInnen, sondern bringt auf Klein- und MittelunternehmerInnen in die Predoullie“, erklärt der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzenden, AK-Vorstandsmitglied und GPA-djp Wirtschaftsbereichsvorsitzenden der Sparte Handel, Otto Leist. Die Freiwillig- und Wirtschaftlichkeit einer Sonntagsöffnung ist laut ÖGB für Tiroler Klein- und Mittelbetriebe nicht gegeben.
„Die Bodenseer-Forderungen nach Sonntagsöffnung rentiert sich, wenn überhaupt, einzig und alleine für Großbetriebe und Konzerne. Der Masse der WKO-Beitragszahler, nämlich Klein- und
Mittelbetriebe, werden aus wettbewerbstechnischen Gründen praktisch zur Sonntagsöffnung gezwungen. Von einer Freiwilligkeit der ArbeitnehmerInnen kann bei den 83 Prozent aller Tiroler Betrieben,
die weniger als fünf MitarbeiterInnen haben, ganz sicher nicht gesprochen werden. Dass TirolerInnen gerne am Sonntag arbeiten ist kompletter Unfug und bleibt der Wunschgedanke Bodenseers“,
erklärt Leist, der in den vergangenen Tagen viel Zuspruch seitens Tiroler Klein- und Mittelbetrieben erhalten hat.
Als sehr vorbildlich bezeichnet Leist die Haltung von LH Günther Platter in der Sonntagsfrage: „Der Landeshauptmann setzt sich demnach, anders als Bodenseer und Zoller-Frischauf, für die
Interessen der ArbeitnehmerInnen, Klein- und Mittelbetriebe ein. Mit dem Verweis auf andere Berufsgruppen, die Sonntags arbeiten, will die WKO nur ihre Marschrichtung für
„Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft“ aller Beschäftigten erwirken und vergisst dabei auf die Tatsache, dass Klein- und Mittelbetriebe in diesem Wettbewerb niemals bestehen können.“


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