Do
16
Jun
2011
Tirols Kaufhäuser werden sonntags ihre Pforten nicht öffnen - Lugners Muppet-Show ist entbehrlich
Die lautstarken Forderungen Lugners nach Sonntagsöffnungen stoßen bei dem gf. Tiroler ÖGB Vorsitzenden, AK-Vorstandsmitglied und GPA-djp Wirtschaftsbereichsvorsitzenden der Sparte Handel, Otto Leist, auf taube Ohren. „In regelmäßigen Abständen werden WirtschaftsvertreterInnen in die Öffentlichkeit getrieben, um sich für die Sonntagsöffnung starkzumachen. Jetzt zieht Lugner seine ganz private Muppet-Show ab und bald werden wieder Andere Folgen. Die Angelegenheiten der Beschäftigten sind den Akteuren dabei egal. Die Gewerkschaft wird sich weiter quer legen und den Menschen somit wichtige gesellschaftliche Zeiträume für Erholung, Regeneration und gemeinsame Freizeitgestaltung gewährleisten. Tiroler Kaufhäuser werden am Sonntag geschlossen bleiben“, versichert Leist.
Lugner tritt Interessen der Beschäftigten mit Füßen
Für Leist ist sich Lugner für nichts zu schade: „Er soll seine öffentliche Selbstdarstellung und den Kontakte zu ArbeitgebervertreterInnen dazu nutzen, für Handelsbeschäftigte bessere und
gerechtere Löhne zu ermöglichen. Mit seinen Forderungen tritt er die Angelegenheiten aller Handelsangestellten und treibt sie noch mehr in die Sklaverei. Es ist leider jetzt schon so, dass für
Familienleben sowie für die Ausübung sozialer und kultureller oder religiöser Aktivitäten kaum mehr Zeit und Geld übrigbleibt.“
Nicht alle Innsbrucker UnternehmerInnen nützen Tourismusregelung
Durch die Tourismusregelung dürfen Geschäfte beispielsweise in der Innsbrucker Innenstadt an Sonn- und Feiertagen öffnen. „Fakt ist, dass es auch vernünftige UnternehmerInnen gibt, die dies nicht
wollen. Grundlage für das Nicht-Öffnen ihrer Geschäfte an Sonntagen ist ein ausgeprägtes wirtschaftliches und soziales Know-How. Wir werden bis zum letzten Blutstropfen dagegen ankämpfen, dass
jemals ein Tiroler Kaufhaus am Sonntag seine Pforten öffnen wird“, stellt Leist abschließend klar.


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