Der ÖGB Tirol ortet im Zuge der Urlaubsdiskussion in den vergangenen Tagen Widersprüchlichkeiten bei IV- und WKO-VertreterInnen. „Deren ablehnende Haltung bei der Gewerkschaftsforderung nach einer zusätzlichen Urlaubswoche geht letztendlich auf die Gesundheit aller ArbeitnehmerInnen. So kann der Wunsch, Menschen länger und gesünder in Beschäftigung zu halten, wohl kaum in die Realität umgesetzt werden. Man sollte den durch Produktivitätsdruck ausgebrannten Beschäftigten mehr Ruhepausen zugestehen und nicht nur die frühen Arbeitsaustritte kritisieren“, so der Innsbrucker ÖGB Vorsitzende und Betriebsratsvorsitzende der Papierfabrik Wattens, Bernhard Ralser.
„WirtschaftsvertreterInnen stellen bei all unseren Forderungen immer viel zu hohe Kosten in den Raum. Dabei vergessen sie oft nachzurechnen. Somit entgeht ihnen die Erkenntnis, dass arbeitsbedingte Erkrankungen, die sich immer mehr auf den psychischen Bereich verschieben, wesentlich kostspieliger sind. Ein größeres jährliches Urlaubsvolumen für alle Beschäftigten wäre ein wichtiger Beitrag, um frühzeitige Arbeitsunfähigkeit und Burnout zu reduzieren. Gesundheit, höhere Arbeitszufriedenheit und dadurch gesteigerte Leistungsfähigkeit gleichen auch die Kosten für Unternehmen aus.“, zeigt Ralser auf, der WKO- und IV-VertreterInnen auffordert noch einmal den Taschenrechner zu verwenden.


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