Di

07

Jun

2011

ÖGB Tirol warnt vor Sklavenhandel in Form von Probetagen

Der ÖGB Tirol kritisiert die zunehmende Tendenz einiger Unternehmen, BewerberInnen im Zuge eines Probetages zu testen. „Diese Tätigkeit wird demnach nicht entlohnt. Zudem fehlt jegliche Absicherung bei einem Arbeitsunfall. Unternehmen haben durch den Probemonat ohnehin die Möglichkeit, sich von einer/m für sie unpassende/n MitarbeiterIn ohne Angabe von Gründen zu trennen. Dieser zusätzlichen Castingform muss ein Riegel vorgeschobene werden“, erklärt der gf. Tiroler ÖGB-Vorsitzende und AK-Vorstand Otto Leist. ++++

Die Sachlage sorgt bei ÖGB-Mitgliedern für Ärger. „Als Arbeitnehmervertretung darf dieser Umstand nicht akzeptiert werden. Hier werden nicht nur Menschen als gratis Arbeitskraft ausgebeutet, sondern auch bei Arbeitsunfällen im Regen stehen gelassen. Wenn man diesem Vorgehen keinen Riegel vorschiebt, dann kommt es soweit, dass Unternehmen hundert potentielle neue MitarbeiterInnen testen, bevor sie sich für Eine/n entscheiden. Dieser modernen Form der Sklaverei muss ein Riegel vorgeschoben werden“, meint auch der Unterländer ÖGB-Vorsitzende und Betriebsratsvorsitzenden der Firma Tyrolit, Hubert Scheiber.

Eine gängige Praxis neue MitarbeiterInnen zu testen sieht ohnehin der Probemonat vor. „Meistens müssen Beschäftigte im Arbeitsvertrag ein Passus unterschrieben, der eine Probezeit von maximal einem Monat, bei Lehrlingen bis zu drei Monaten vorsieht. Das ist völlig ausreichen“, so Leist abschließend.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1

  • #1

    Aufsatz (Freitag, 10 Juni 2011)

    Ja,das ist richtig was Sie hier dokumentieren ich habe es selbst miterlebt.
    Ich hatte mich in einem Hotel in St.Johann beworben und vorgestellt,konnte aber leider nicht anfangen da am Vortag schon einer eingestellt wurde.War natürlich etwas Sauer was mir da die Chefin vom Hotel da erzählte (ich würde nie einen Alkoholiker im Gastgewebe einstellen)Am nächsten Morgen ca.9Uhr hatte ich anruf bekommen das ich sofort kommen möge da mein Vorgänger nicht zur Arbeit erschienen ist.Spontan fuhr ich los nach St.Johann da ich in Wörgl zu Hause bin binnen in einer Stunde möge ich sofort kommen.Gesagt getan;So zur Sache 8Stunden 1.100€ 9Sunden1.300€netto Essen und Logi frei alles ok darauf ging ich in die Küche zur Abwasch hatte ca. bis 18Uhr gearbeitet ohne Essen und Trinken dachte mir ok.Einen Tag darauf 10.6.11 fuhr ich mit dem Zug nach St.Johann um 8.45Uhr am Hotel angekommen fragte ich die Chefin ob ich mein Zimmer bekommen kann darauf hin die Antwort Sie hat keines,
    mußte mit meiner Privatkleidung arbeiten da ich keine möglichkeit hatte mich umziehen zu können.
    Jetzt gehts aber los telefonierte mit meiner Beraterin vom AMS was ich machen soll.Bekam einen Rückruf von meiner Beraterin sie wird sich mit ihrer Chefin darum kümmern.ca12.30Uhr kam meine Chefin und bot mir den Ruheraum zum nächtigen an bis Montag da das Haus voll belegt ist.Sofort meine Beraterin angerufen die ganze Geschichte erzählt mit Wut im Bauch wieder bekam ich Rückruf mit der antwort wann du willst kannst du das Hotel verlassen was ich auch gemacht habe.Die hätten nur über Pfingsten jemand gebraucht um so billig wie möglich über die Runden zu kommen.Montag abend wäre ich dagestanden und hätte erst recht wieder keine Arbeit gehabt.UND DAS SOLL EIN 4****Hotel sein das gehört sofort zugesperrt.

    MfG

    Aufsatz Gottfried

  • loading