Mo

23

Mai

2011

Gewerkschaft appelliert an Studierende auch zur ÖH-Wahl zu gehen

Wahlbeteiligung muss deutlich steigen

Der ÖGB Tirol und die Stundentengewerkschaft GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) appellieren an Tiroler StudentInnen, ihr Recht auf Teilnahme an der Demokratie in Anspruch zu nehmen. „Die zuletzt sehr dürftige Wahlbeteiligung muss deutlich nach oben geschraubt werden, damit die Interessensvertretung der StudentInnen noch mehr Gewicht findet“, meint ÖGB-Landesjugendsekretär Manuel Unterkircher. ++++

„Auch wenn dank der Proteste von ÖH und Gewerkschaften einige der ursprünglich geplanten Maßnahmen gestrichen wurden, werden Studierende die ersten Auswirkungen des Budgets 2011 ab Juli spüren“, erinnert Tirols Jugendsekretär der Gewerkschaft Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), David Schumacher. Demnach gibt es keine Familienbeihilfe mehr nach dem 24. Lebensjahr, die Familienbudgets werden zusätzlich reduziert durch die gekürzte 13. Familienbeihilfe in der Höhe von 100 Euro nur mehr für Sechs- bis 15 Jährige. Dazu kommt die Verdoppelung der Kosten für die studentische Selbstversicherung auf 50 Euro, weil der Bund die Hälfte nicht mehr übernimmt. Und auch die Streichung der staatlichen Förderung für Neubauten und Generalsanierungen von StudentInnenwohnheimen geht natürlich zu Lasten der Studierenden - die Preise für Wohnheimzimmer werden um 30 Prozent oder um 80 bis 90 Euro monatlich steigen.

„Der Trend, dass viele Studierende, besonders an Innsbrucker Universitäten, ohne nebenbei zu arbeiten nicht mehr über die Runden kommen, wird durch die letzten Entwicklungen immer drastischer. Die hohen Wohn- und Lebenserhaltungskosten machen das Studium für viele zu einem finanziellen Spießrutenlauf“, zeigt Schumacher, selbst erwerbstätiger Student, auf.

"Diese Entwicklungen zeigen auch ganz klar, wie wichtig eine Interessenvertretung ist“, appelliert Unterkircher deswegen an alle Studierenden, von ihrem Wahlrecht bei den morgen beginnenden ÖH-Wahlen Gebrauch zu machen. „Viele Studierende haben auch durch ihr Engagement für „Uni brennt“ und durch ihre Proteste gegen das Budget gezeigt, dass ihnen die Zukunft der Universitäten und der Hochschulbildung nicht egal ist. Ich hoffe, dass mit einer starken Wahlbeteiligung ein weiteres Zeichen der Mitbestimmung gesetzt wird“, sagt Schumacher abschließend.

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