Di
17
Mai
2011
ÖGB Tirol gibt Gas bei Einkommensberichten
Schulungen für Betriebsräte zur Prüfung der Einkommensberichte
Am 30. Juni 2011 müssen die ersten Einkommensberichte zur diskriminierungsfreien Entgeltsfindung vorliegen. Der ÖGB schulte seine BetriebsrätInnen am 12. Mai 2011, damit sie für die fälligen
Einkommensberichte gewappnet sind. Im Seminar wurde die Erneuerung im Gleichbehandlungsgesetz anhand von Checklisten und Leitfäden zur Überprüfung von Einkommensunterschieden nach dem Gesetz und
in der Praxis bearbeitet“, erklärt Tirols ÖGB-Frauenvorsitzende Ulrike Ernstbrunner. ++++
Professionelle Unterstützung leisteten dabei die Gleichbehandlungsanwältinnen Mag.a Monika Groser, Mag.a Sandra Konstatzky und Dr. Rene Schindler, Leiter der Rechtsabteilung in der PROGE. "Einmal
mehr gilt es zwischen den Zeilen zu lesen! Entgelt ist nicht gleich Entgelt. Auch wenn der geschlechterspezifische Einkommensunterschied nicht sofort ersichtlich ist, stehen uns Werkzeuge zum
Entschlüsseln der Berichte zur Verfügung“, zeigt Mag.a Monika Groser auf.
Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit ist im Gesetz verankert und muss daher umgesetzt werden. „Gerade die große Einkommensschere in Tirol ist beschämend. TirolerInnen verdienten im Durchschnitt
2079 Euro brutto im Monat. Das ist der vorletzte Platz vor dem Burgenland (1903 Euro). Diskriminierung ist kein Kavaliersdelikt. Wir werden die Berichte sehr genau beobachten und analysieren",
fügt Ernstbrunner hinzu.
Es gibt aber auch Unternehmen die fair und gerecht entlohnen. „Es sind bereits Unternehmen an uns herangetreten, die unsere Beratung zur Erstellung der Einkommensberichte in Anspruch nehmen.
Diese haben nichts zu verheimlichen, wollen Diskriminierung beseitigen und das Thema vorantreiben“, lobt Mag.a Groser auch einige Unternehmen. Tirols BetriebsrätInnen sind auf jeden Fall
gerüstet, wenn es um die bald fälligen Einkommensberichte geht.


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