Do

05

Mai

2011

Privatisierungswahn gipfelt in Schließung der letzten Zigarettenproduktion

Schließung der Produktion in Schwaz bereits 2005 als Vorbote der verfehlten Privatisierungspolitik.

Die soeben vermeldete Schließung der letzten Österreichischen Zigarettenproduktion in Hainburg widerspiegelt einmal mehr die verfehlte Privatisierungspolitik, die in den letzten Tagen von WirtschaftskämmererInnen wieder vehement gefordert wird. „Für den Arbeitsmarkt hatte die Privatisierung der Austria Tabak zur Folge, dass in den letzten zehn Jahren die Anzahl der Beschäftigten von 3.692 auf 500 gefallen ist“, zeigt der gf. Tiroler ÖGB-Vorsitzende Otto Leist auf. Bereits 2005 verloren durch die Schließung des Werkes in Schwaz 130 TirolerInnen ihren Job. ++++

In den letzten Tagen setzen WirtschaftskämmererInnen wieder auf ihr Pferd der Privatisierung. Von Unsummen an Einsparungen wird gesprochen. „Am Beispiel Austria Tabak kann man jedoch sehen, wie rasch die Privatisierung Arbeitsplätze vernichtet. Das von WirtschafterInnen so geforderte Instrument ist letztendlich ein Verlustgeschäft für Staat, Bevölkerung und ArbeitnehmerInnen. Privatisierungserfolge sind Erfolge für Private, nicht für den Staat“, erklärt Leist.

„Wenn WirtschaftskämmererInnen fordern von der Energieversorgung bis zu Flughäfen alles dem freien Markt zu überlassen, werden wir erfahrungsgemäß nicht nur von einer Jobabbaulawine begraben, sondern auch weitere Milliardenverluste einfahren. Für die Teilprivatisierung der OMV, Post und Telekom müssen wir bereits jetzt die Zeche zahlen. Uns reicht’s“, so der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende abschließend.

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