Do
05
Mai
2011
Otto Leist: „1. Mai im Zeichen Arbeitsmarktöffnung“
Leist erwartet weniger als 2.000 Arbeitskräfte aus dem Osten für Tirol.
Mit dem Tag der Arbeit endet am 1. Mai auch die Übergangsfrist für ArbeitnehmerInnen aus acht Staaten, die 2005 der EU beigetreten sind. Für den gf. Tiroler ÖGB und FSG Vorsitzenden Otto Leist
kein Grund einen ‚Überrennen’ des Tiroler Arbeitsmarkt zu befürchten: „Ich erwarte maximal 2.000 Menschen, die sich in Tirol auf die Suche nach Arbeit machen werden und das nicht gleich am 2. Mai
sondern auf einen längeren Zeitraum gesehen“, erklärt Leist in seinem Aufruf zum 1. Mai. ++++
Nicht nur Studien untermauern diese These, sondern laut Leist auch der gesunde Menschenverstand. Wanderungsströme sind längst zurückgegangen und ExpertInnen schätzen, dass 90 Prozent der
wanderungswilligen Menschen bereits durch vorangegangene Regelungen, wie zum Beispiel der Fachkräfteregelung, bereits Zugang zum Tiroler Arbeitsmarkt haben.
Zudem verhindert das Gesetz gegen Lohn- und Sozialdumping, dass UnternehmerInnen Arbeitskräfte aus dem Osten als ‚billigere’ Arbeitskräfte missbrauchen können. „In Österreich wird nach
Kollektivverträgen entlohnt, die Mindestlöhne sind ganz klar geregelt. Auch das neue Gesetz verhindert, dass heimische Löhne unterboten werden. Erstmals ist es somit ein Straftatbestand, wenn
Unternehmen Mindestlöhne und -gehälter unterschreiten“, so Leist.


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