Der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende Otto Leist kann das Jammern der Bauern, wonach sie über zu wenig ErntehelferInnen klagen, nicht verstehen. „Seit gestern können sie unbegrenzt viele Menschen aus insgesamt 25 EU-Staaten als ErntehelferInnen anstellen. Somit können Tirols Bauern aus dem Vollen schöpfen. Wenn das Interesse für diese Tätigkeit so gering ist, mag das wohl an der Bezahlung mit knapp sieben Euro pro Stunde liegen. HilfsarbeiterInnen in der Baubranche verdienen über drei Euro pro Stunde mehr ErntehelferInnen“, so Leist.
„Das Potential an ArbeitnehmerInnen, aus dem Tirols Bauern schöpfen können ist enorm. In Europa sind aktuell 23 Millionen Menschen arbeitslos. Auch Bauern haben sich, so wie wir alle, an
Marktveränderungen zu orientieren. In diesem Fall ist das der Arbeitsmarkt. ArbeitnehmerInnen, egal woher sie kommen, sondieren Angebote und entscheiden sich für das Beste. Bauern selbst nehmen
wohl auch Angebote an, die ihnen 15 Cent pro Salatkopf mehr einbringen“, rechnet Leist vor.
Laut Leist hatten jene, die jetzt plötzlich aufschreien, viele Jahre die Möglichkeit sich auf die Ostöffnung vorzubereiten. „Da hat man wohl was verschlafen. Jetzt zu jammern, dass man normale
Löhne zahlen muss ist der falsche Ansatz. Man hätte sich auf die Arbeitsmarktveränderung bereits wesentlich früher einstellen können und müssen“, ergänzt der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende
abschließend.


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