Die Bestellung von Sebastian Kurz zum Staatssekretär für Integration hat große Wellen geschlagen. Nicht wenig verwunderlich, ist er doch erst 24 und hat außer der Forderung nach Deutsch bei Predigten in Moscheen integrationstechnisch nicht wirklich brauchbares vorzuweisen. Kurz und knapp könnte man vermuten, die ÖVP wollte ihr Grasser-Double als Gegenstück für SPÖ-Jungpolitikerin Laura Rudas aufs Parkett zaubern.
Oder aber dient die Bestellung des Jus-Studenten als Prellbock für ins Haus stehende unpopuläre Entscheidungen bei der Asylpolitik der neuen Innenministerin Mikl-Leitner? Ihre Vorgängerin Mitzi Fekter hat in den vergangen Monaten nicht gerade Top-Sympathiewerte bei ihren doch sehr fragwürdigen Entscheidungen einheimsen können. Finanziell kommt Sebastian sicher nicht zu kurz. Wer kann schon von sich behaupten, mit 24 Jahren 14.688 Euro Brutto pro Monat auf sein Konto fließen zu lassen. Seiner Polit-Karriere hingegen wird dies sicher nicht dienlich sein. Kürzlichst ließ er noch Schampus für alle springen, zukünftig gehe ich aber davon aus, dass seine Halbwertzeit ähnlich der von Frau Remler sein wird. Hier verheizt die ÖVP ihr Grasser-Double und noch viel, viel schlimmer nimmt: Sie scheint das Thema Integration nicht wirklich ernst. Ein Integrationssekretär braucht Einfühlungsvermögen und langjährige Erfahrung mit dem Thema Integration. Die Entscheidung wurde kurzzeitig getroffen und fällt demnach viel zu kurzsichtig aus. Zumindest sorgt die ÖVP für mediale Kurzweiligkeit.


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