Mo

18

Apr

2011

4.800 Tiroler ArbeitnehmerInnen in der Elektro- und Elektroindustrie bekommen 2,8 Prozent mehr Gehalt

Ab 1. Mai 2011 dürfen sich 4.800 Tiroler Beschäftigte der Elektro- und Elektronikindustrie über eine Erhöhung der Ist-Löhne und –Gehälter von 2,8 Prozent freuen. Zudem steigen die Mindestlöhne auf 1.500,89 Euro, was einer Erhöhung zwischen 2,8 und 3,2 Prozent gleichkommt. Auch die Lehrlingsentschädigung und Zulagen konnten durch den Druck der BetriebsrätInnen und ArbeitnehmerInnen im Vorfeld letztendlich um 2,8 Prozent angehoben werden.

Druck der ArbeitnehmervertreterInnen hat sich ausgezahlt
PRO-GE (Produktionsgewerkschaft) Landessekretär Robert Koschin (für ArbeiterInnen) und GPA-djp Regionalgeschäftsführer Harald Schweighofer (für Angestellte) loben indes den Einsatz der Beschäftigten, die in den Tagen vor der entscheidenden Verhandlungsrunde in einer Betriebsrätekonferenz noch einmal kräftig Druck auf die ArbeitgeberInnenseite ausgeübt haben. Dadurch konnte das vorliegende Angebot von einer 2,3 letztendlich auf eine 2,8-prozentige Lohnerhöhung hochgeschraubt werden.

Anrechnung Karenzen
Zudem ist es den VerhandlerInnen gelungen, eine langjährige Forderung der Gewerkschaften durchzusetzen: In Zukunft sind gesetzliche Elternkarenzen im Ausmaß von jeweils bis zu 16 Monaten für die Vorrückung in der Beschäftigungsgruppe anzurechnen. Die bisherige Anrechnung von 10 Monaten wurde damit um ein halbes Jahr verlängert. Damit ist ein wichtiger Grundstein gelegt, dass Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern reduziert werden, die auf in Anspruch genommene Karenzen beruhen.

Details zum KV-Abschluss der Elektro- und Elektronikindustrie
-        +2,8% Ist-Lohn, -Gehalt
-        +2,8 - 3,2% Mindestlohn, -gehalt (neuer Mindestbezug € 1.500,89)
-        + 2,8 % Lehrlingsentschädigungen+
-        + 2,8 % Zulagen
-        + 2,2 % Aufwandsentschädigungen
-        Verbesserungen bei Karenzen
Der neue Kollektivvertrag gilt ab 1. Mai 2011.

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