Di

12

Apr

2011

Tirols BetriebsrätInnen der Elektro- und Elektronikindustrie machen in Wien mobil

Sieben Tiroler BetriebsrätInnen der Firmen Siemens, Kathrein, Liebherr und Lang Medizintechnik waren gestern Teil der Betriebsrätekonferenz in Wien, die sich mit der weiteren Vorgehensweise der Kollektivvertragsverhandlungen in der Elektro- und Elektronikindustrie befassten und dabei den Druck gegenüber den ArbeitgebervertreterInnen erhöhten. „Das bisherige vorgelegte Angebot nach zwei Runden ist äußerst dürftig. Die 4.800 Tiroler ArbeiterInnen und Angestellten haben sich aufgrund der bisherigen wirtschaftlichen Gebarungen in der Branche ein weitaus besseres Angebot verdient, als die uns vorgelegten 2,3 Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung“, so PRO-GE Landesgeschäftsführer Robert Koschin und GPA-djp Regionalgeschäftsführer Harald Schweighofer unisono.

Bei nächstem Scheitern folgen Betriebsversammlungen in Betrieben
Am kommenden Freitag, dem 15. April, werden die Verhandlungen wieder aufgenommen. In einer Resolution verlangen die BetriebsrätInnen der Elektro- und Elektronikindustrie ein Angebot, mit dem sowohl dauerwirksam die Kaufkraft, Einkommen, als auch eine gerechte Beteiligung am Wirtschaftswachstum gesichert wird. „Sollte die ArbeitgeberInnenseite unserer Forderung nicht nachkommen, dann werden wir Betriebsversammlungen in den Betrieben einberufen, die Beschäftigten über den aktuellen Verhandlungsstand zu informieren und die notwendigen Beschlüsse für die Durchsetzung unserer Forderungen zu fassen“, erklärt Koschin.

Volle Auftragsbücher rechtfertigen Forderungen der Betriebsräte
„Die wirtschaftliche Basis lässt mit vollen Auftragsbüchern und dem boomenden Exportgeschäft weit mehr zu als den bisher angebotenen 2,3 Prozent und der Einmalzahlung im Ausmaß von 0,2 % der Lohnsumme zu. Bei einer durchschnittlichen Inflationsrate der letzten 12 Kalendermonate von 2,1 %  entspricht das einer dauerwirksamen Reallohnerhöhung von 0,2 %, und zwar brutto. Das ist uns viel zu wenig. Die Beschäftigten haben sich einen ordentlichen Anteil am Erfolg mehr als verdient“, so Schweighofer abschließend.

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