Mi
06
Apr
2011
Walter Alotti folgt Anton von Hartungen als Präsident des Interregionalen Gewerkschaftsrates Zentralalpen nach
Am 24. und 25. März trafen sich rund 50 GewerkschafterInnen aus Graubünden, Belluno, Trient, Südtirol und Tirol in Innsbruck, um den neuen Präsidenten des Interreginonalen Gewerkschaftsrates Zentralaplen (IGR-ZA) zu wählen und sich über bilaterale arbeits- und sozialrechtliche Angelegenheiten im Sinne der ArbeitnehmerInnen am Beispiel des Brennerbasis- und des Gottharttunnels auszutauschen. Als Präsident des IGR-ZA übernimmt Walter Alotti (UIL Trentino) von Anton von Hartungen (SGB/CISL Bozen) die Funktion und wird sich künftig um die Interessen der 2,1 Millionen Einwohner umfassenden Alpenregion kümmern. Als Stellvertreter vertritt der Tiroler ÖGB Landessekretär Peter Hofer die Interessen der Tiroler Gewerkschaft.
Zum Interregionalen Gewerkschaftsrat entsenden 12 Trägerorganisationen aus den Regionen Graubünden, Belluno, Tirent, Südtirol und Tirol GewerkschafterInnen, die sich um grenzüberschreitende
arbeitnehmerrelevante Themen austauschen. Der IGR-ZA ist einer von insgesamt 45 interregionalen Gewerkschaftsräten. Tatkräftige Unterstützung erhalten die IGRs zudem vom Europäischen
Gewerkschaftsbund, den diesmal Manfred Klöpper aus Deutschland vertrat.
Als Kernthema beschäftigten sich die anwesenden GewerkschafterInnen mit der Thematik am Brennerbasistunnel. „Der Bau des BBT hat in ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht
Auswirkungen auf das Territorium unseres IGR. Der Bau bringt uns viele neue Arbeitsplätze, besonders im Baubereich. Wir brauchen allerdings klare arbeits- und sozialrechtliche Bedingungen und vor
allem einen hohen Standard im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Alle Gewerkschaftsbünde verfolgen die Interessen der an der Baustelle tätigen Arbeitnehmerinnen. Wir wollen die
Vernetzung der nationalen Fachgewerkschaften gewährleisten und auch überregional Lohn- und Sozialdumping vermeiden“, so der scheidende IGR-ZA-Präsident Anton von Hartungen.
„Tiroler ArbeitnehmerInnen sind durch einen Zusatzkollektivvertrag gut abgesichert. Selbst wenn es zu keinen grenzüberschreitenden Tarifverträgen kommen sollte, müssen arbeits- und
sozialrechtliche Hintergründe beachtet werden, um das Ausspielen der Arbeitnehmerrechte zu vermeiden. Wir werden darauf achten, dass europäische Richtlinien nicht missbraucht werden um billige
und gesundheitsgefährdende Arbeitsplätze zu schaffen“, so der Tiroler ÖGB Landessekretär und IGR Vizepräsident Peter Hofer abschließend.


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