Fr
01
Apr
2011
PRO-GE Bundesvorsitzender Wimmer zu Gast bei GE-Jenbach
Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) und ArbeitnehmerInnen-Chefvertreter der Metallindustrie-Kollektivvertragsverhandlungen, war gestern zu Gast im Werk der GE-Jenbach, um sich ein Bild über die dort herrschenden Arbeitsbedingungen zu machen. Geführt von den beiden Betriebsratsvorsitzenden und begleitet von den Mitgliedern des PRO-GE Landesvorstandes gab es im von der Öffentlichkeit abgeschirmten Produktionsbereich interessante Einblicke in den Arbeitsalltag der 1.700 MitarbeiterInnen.
Wimmer zeigte sich auch beeindruckt von der hervorragenden Arbeit der beiden Betriebsratsvorsitzenden Robert Prosch (Angestelltenbetriebsratsvorsitzender) und Josef Braunegger
(Arbeiterbetriebsratsvorsitzender), die es geschafft haben den Anteil der Leiharbeiter in den letzten Monaten von 200 auf 150 zu reduzieren. „Die gute wirtschaftliche Situation des Unternehmens
lässt und hoffen, dass künftig der Personalstand auf 1.800 Stammarbeitskräfte anwachsen wird und Leiharbeit, der wir sehr kritisch gegenüberstehen, ganz aus dem Betrieb verschwindet“, so der
Tiroler PRO-GE Landessekretär Robert Koschin im Zuge der gestrigen Betriebsbesichtigung. Zudem bietet das Unterländer Unternehmen 100 Lehrlingen die Möglichkeit auf eine berufliche Zukunft in der
Metallindustrie.
Intensive Lohnverhandlungszeit für PRO-GE – KV-Verhandlungen für 130.000 Industriebeschäftigte
Obwohl wohl wichtigsten Lohnverhandlungen traditionell im Herbst (Metallindustrie) stattfinden sind Funktionäre und MitarbeiterInnen der PRO-GE im Lohnverhandlungsdauereinsatz. „Vorgestern sind
die Lohnverhandlungen für Beschäftigte in der Textilindustrie zu Ende gegangen. Wir konnten KV-Löhne und Gehälter um 2,75 Prozent, Ist-Löhne und -Gehälter um bis zu 2,55 Prozent erhöhen, was
12.500 Industrie-Beschäftigten einen Abschluss deutlich über der Inflationsrate und insbesondere den unteren Lohn- und Gehaltsgruppen eine kräftige Kaufkraftsteigerung beschert“, so Wimmer.
Heute wird die Frühjahrs-Runde mit den gemeinsamen Verhandlungen für die rund 50.000 Beschäftigten der Elektro- und Elektronikindustrie fortgesetzt. Außerdem starten die Verhandlungen für rund
9.000 Beschäftigte in der Papierindustrie. "Die Auftragslage und die Exporte in der Industrie haben sich zuletzt gut entwickelt. Jetzt ist es an der Zeit, dass auch an die ArbeitnehmerInnen
weiterzugeben mit einem ordentlichen Reallohnzuwachs und einer Bewegung im Rahmenrecht", erklärt Rainer Wimmer.
Insgesamt verhandeln die Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) und die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) im Frühjahr für rund 130.000 ArbeitnehmerInnen Lohn-
und Gehaltserhöhungen. Weitere Branchen sind die Bekleidungs-, die Glasindustrie und Chemische Industrie. Ebenfalls in die industrielle Frühjahrsrunde fallen die Verhandlungen der GPA-djp für die
rund 25.000 Angestellten der Bauindustrie und im Baugewerbe, sowie die Angestellten in der holzverarbeitenden Industrie.
"Die Frühjahrsrunde gewinnt zunehmend an Bedeutung. Sie betrifft sehr wesentliche Branchen und einen großen Teil der Beschäftigten in der österreichischen Industrie. Angesichts der massiv
steigenden Inflation muss jetzt unbedingt wieder die Kaufkraft gestärkt werden. Die Menschen müssen die Lohn- und Gehaltserhöhung im Geldbörsel spüren", fordert Rainer Wimmer abschließend.


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