Mo
28
Mär
2011
Leist: „Bodenseer fehlt Weitblick und langfristiges Denken“
Für Otto Leist ist der Vorwurf seitens des Wirtschaftskammerpräsidenten Jürgen Bodenseer, wonach er AK, Kirche und ÖGB „Manipulation oder zumindest wissenschaftliche Falschinformation“ vorwirft, völlig absurd. „In diesen beiden Punkten kennt er sich ja bestens aus. Leider pickt sich Bodenseer immer für ihn relevanten Zahlen heraus, verschließt aber die Augen vor allgegenwärtigen vor allen für die Zukunft relevanten Problemen. ArbeitgeberInnen steuern durch Forcierung atypische Anstellungsformen und der versuchten Unterdrückung von ArbeitnehmerInneninteressen auf Einkommen zu, die besonders in Tirol herrschende Lebenserhaltungskosten kaum mehr bewältigen lassen und somit Armut nach vorne peitschen. Die Gewerkschaftsbewegung und ich selbst verwehren uns gegen das ständige Vorgaukeln, dass für ArbeitnehmerInnen eh alles so super sei“, so Leist auf das Statement Bodenseers in der heutigen Tiroler Tageszeitung.
AK, Kirche und ÖGB machen darauf aufmerksam, dass gegengesteuert werden muss. „Armut ist weit verbreitet. Wir befinden es für äußerst wichtig, dass über dieses Thema gesprochen und diskutiert wird. Die Gewerkschaftsbewegung hat den Weitblick und hat sich bereits die vergangenen zwei Jahre mit dem Thema Armut befasst. Für Bodenseer und sein Klientel ist Armut kein Thema. Für Tiroler ArbeitnehmerInnen sehr wohl, was die steigende Anzahl der working poors bestens belegt. Wir setzen uns dafür ein, dass TirolerInnen die volle Wahrheit erfahren und nicht nur das, was Vermögende hören und vermitteln wollen und setzen weiterhin auf mehr Beiträge von Vermögen zum Allgemeinwohl“, so Leist abschließend.


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