Do

13

Jan

2011

Mehr als 5.500 Tiroler Beschäftigte in Gesundheits- und Sozialberufen erhalten 2 Prozent mehr Lohn

Mehr als 5.500 Tiroler ArbeitnehmerInnen in Gesundheits- und Sozialberufen dürfen sich ab Februar über eine zweiprozentige Gehaltserhöhung freuen. Das ergaben die gestrigen BAGS-Kollektivvertragsverhandlungen, die heute in den frühen Morgenstunden zu Ende gegangen sind. „Die kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter steigen also um zwei Prozent, die Ist-Löhne und Gehälter um 1,85 Prozent. Die Verhandlungen waren zäh und das Ergebnis ist ein durchaus vertretbarer KV-Abschluss unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen“, informiert der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende Otto Leist.

Zudem werden ab Februar die kollektivvertraglichen Zulagen werden um 2 Prozent erhöht, die Ist-Zulagen steigen um 1,85 Prozent. Die Laufzeit des KVs gilt für 12 Monate. Dadurch kommt es zur Abgeltung der Teuerung und einem leichten Reallohnzuwachs für die Beschäftigten. „Besonders erfreulich sind die Verbesserungen im Rahmenrecht. Hier konnte erreicht werden, dass in Hinkunft Vordienstzeiten ohne Rücksicht darauf, ob Teilzeit oder Vollzeit gearbeitet wurde, im Ausmaß von bis zu 10 Jahren voll angerechnet werden. Da es in den sozialen Diensten eine sehr hohe Teilzeitquote gibt, bringt das vielen bei einem Arbeitgeberwechsel einen höheren Einstiegslohn bzw. -gehalt. Vor allem auch Frauen, die oft nach der Elternteilzeit den Betrieb wechseln“, informiert der vida Vorsitzender Günter Mayr.

Eine Neuerung gibt es auch für Beschäftigte, die die Familienhospizkarenz zur Betreuung schwerkranker Angehöriger in Anspruch nehmen. „Zeiten der Hospizkarenz werden künftig für die Bemessung des Urlaubsanspruches, der Kündigungsfrist und den Anspruch auf Abfertigung alt angerechnet, so wie das bei der Elternkarenz schon jetzt der Fall ist“, sagt der Regionalgeschäftsführer der GPA-djp Gerhard Schneider. Eingetragene Partnerschaften werden bei der Fortzahlung des Entgeltes wegen Dienstverhinderung im BAGS-Kollektivvertrag nunmehr Eheschließungen gleichgestellt.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

  • loading