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12

Jan

2011

ÖGB Tirol unterstützt SchülerInnenparlament - Leist fordert mehr neue Mittelschulen

Manuel Unterkircher (Tiroler ÖGB Landesjugendsekretär/am Podium) informiert SchülerInnenparlament über gewerkschaftspolitische Arbeit Manuel Unterkircher (Tiroler ÖGB Landesjugendsekretär/am Podium) informiert SchülerInnenparlament über gewerkschaftspolitische Arbeit

Der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende Otto Leist unterstützt das heute im Innsbrucker ÖGB Haus tagende Schülerparlament. „Ich finde das Interesse der SchülerInnen an politischer Arbeit äußerst lobenswert. Der Antrag der HTL Anichstraße, wonach eine gemeinsame Schule für 10-14 jährige gefordert wird, deckt sich beispielsweise mit der Forderung des ÖGB Tirol“, so Leist, der sich nach wie vor für mehr Mittelschulen in Tirol ausspricht. „Eine gemeinsame Schule muss das Ziel bleiben. Nur so kommt es zu gerechten und effizienten Schulsystem.“

"Die Ausweitung der Neuen Mittelschule kann aus Sicht des ÖGB aber nur ein Zwischenschritt zu einem gerechten und effizienten Schulsystem sein, denn nur auf die Hauptschulen neue Schilder zu schrauben, das ist uns zuwenig. Im Sinne der Chancengerechtigkeit muss eine gemeinsame Schule für alle bis zum 15. Lebensjahr das Ziel bleiben. Nicht mehr der soziale Status oder das Einkommen von Eltern darf darüber entscheiden, wer an welche Schule kommt. Schulerfolg darf nicht mehr davon abhängen, ob sich Eltern Nachhilfe leisten können", betont Leist.

"Jetzt ist in der Bildungspolitik vor allem mehr Tempo notwendig. Dass das österreichische Bildungssystem von Grund auf reformiert gehört, ist schon lange klar. Der ÖGB-Vorstand hat Bildung als eine der wichtigsten Zukunftsthemen ganz oben auf seine Schwerpunktliste gesetzt. Bereits 2007 haben die Sozialpartner ein umfassendes Bildungskonzept vorgelegt, dazu gehört auch die Durchlässigkeit des Schulsystems und das Abbauen von Barrieren. "Dieses Sozialpartnerpapier muss nun so schnell wie möglich umgesetzt werden", fordert Leist.

Die Forderungen zum ÖGB-Jahresschwerpunkt Bildung:

FÖRDERN STATT SELEKTIEREN
    * Chancengerechtigkeit: Bildungswegentscheidung mit 15 statt schon mit 10 Jahren
    * Defizite ausgleichen, Begabungen fördern statt Fehler abstrafen
    * Mädchen im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich besonders fördern

INVESTIEREN STATT SPAREN
    * Kleinere Klassen, kleinere Gruppen
    * Ganztagsschulen und Tagesbetreuung statt teurer Nachhilfe Bessere
    * Arbeitsbedingungen für LehrerInnen

QUALITÄT UND QUANTITÄT
    * Mehr politische Bildung
    * Mehr Fremdsprachen
    * Mehr Berufsschultage

ABSOLVENTEN STATT DROP-OUTS
    * Ausführliche Berufsinformation ab der 6. Schulstufe
    * Verpflichtendes Ausbildungsjahr für alle, die mit 15 noch nicht wissen wohin
    * Berufsschule als Ort der Weiterbildung

ARBEITEN UND STUDIEREN
    * Eigens für Berufstätige konzipiertes Studienangebot in wichtigen Fächern
    * Unis, Vorlesungen, Bibliotheken und Institute auch am Abend öffnen
    * Keine Studiengebühren, keine Zugangsbeschränkungen

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