Mo
10
Jan
2011
Tiroler ÖGB Jugend gegen Anhebung des Pensionsalters - Vorschlag der jungen Wirtschaft führt zu mehr Arbeitslosen
Der jüngste Vorschlag des Bundesvorsitzenden der jungen Wirtschaft, Markus Roth, wonach die Pensionen angehoben werden sollten, führt laut Manuel Unterkircher, Tiroler ÖGB Landesjugendsekretär, zu einer höheren Zahl an Arbeitslosen. „Roths Vorschlag ist ein Beispiel für die sinnlosen wirtschaftslastigen Forderungen, die die derzeit herrschende Arbeitslosigkeit noch weiter in die Höhe treiben würde. Er vergisst in seiner banalen Forderung, dass Arbeitslosigkeit auch Kosten verursacht“, so Unterkircher zu den jüngsten Aussagen des Vorsitzenden der Jungen Wirtschaft.
Es geht laut Unterkircher eher darum, die Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Das durchschnittliche faktische Pensionsantrittsalter war in der gesetzlichen Pensionsversicherung im Jahr 2009 58,2 Jahre;
bei Männern 59,1 und bei Frauen 57,1 Jahre. „Dass die Menschen später in Pension gehen, darf nicht einfach durch neue, höhere gesetzliche Alterslimits passieren. Wir müssen vielmehr dafür sorgen,
dass die Menschen ihre Arbeitsfähigkeit auch dann behalten, wenn sie älter werden. Dafür braucht es viele Maßnahmen zur Gesundheitsprävention. Alternsgerechtes Arbeiten beginnt bei den jungen
ArbeitnehmerInnen“, informiert Unterkircher.
„Ein weiterer Widerspruch muss beseitigt werden. Und zwar jener, dass die Menschen zu früh in Pension gehen, aber niemand sie beschäftigen will. Mit 45 gilt man beim Arbeitsmarktservice schon als
schwer vermittelbar. Von den Jungen wird wiederum so viel Erfahrung verlangt, wie sie ganz unmöglich haben können. Der ÖGB bildet eine äußerst starke Interessensvertretung und damit eine starke
Lobby für Jugendliche in ganz Österreich“, entgegnet der Tiroler ÖGB Landesjugendsekretär Roths Aussagen abschließend.


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