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05

Jan

2011

ÖGB Tirol fordert mehr Einsatz im Kampf gegen Schwarzarbeit

Der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende Otto Leist fordert mehr Unterstützung seitens der Politik im Kampf gegen die Schwarzarbeit. Leist sieht die Problematik ähnlich wie Friedrich Schneider von der Uni Linz: „Es wird zu wenig kontrolliert. Um diesem Problem Herr zu werden, muss der Personalstand der KIAB aufgestockt werden. PolitikerInnen sollten nicht immer mit Worthülsen zu operieren, sondern konsequent und hart auftreten und den Beschäftigten der KIAB die notwendigen Rahmenbedingungen gewährleisten. Nur so kann man den Betrieben auf die Finger schauen und die Schwarzarbeit nachhaltig bekämpfen. Dass atypische Beschäftigungsformen Schwarzarbeit ankurbeln, ist wenig überraschend.“

Beim gf. Tiroler ÖGB Vorsitzenden klingen die Alarmglocken, da 16 Prozent aller kontrollierten Arbeitnehmer nicht zur Sozialversicherung angemeldet werden. „Hier schleusen UnternehmerInnen unzählig viele Euros an den Sozialversicherungsträgern vorbei und drücken somit die Ausgaben beim Personal. Seit Jahren ortet der ÖGB Tirol organisierte Formen der Schwarzbeschäftigung und -arbeit. Unternehmen werden mit der Absicht gegründet, durch spätere Insolvenz Sozialversicherungsträger, Finanz und Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse zum eigenen Vorteil zu schädigen. Neuere Formen zielen auf die Umgehung von in den EU-Beitrittsverträgen enthaltenen Übergangsbestimmungen durch Scheinselbstständigkeit ab, sowie auf Lohndumping bei der Entsendung von Arbeitskräften aus dem Ausland“, informiert Leist.

Der Trend zu atypischen Beschäftigungsformen hält an. Menschen haben durch die damit verbundenen geringeren Haushaltseinkommen oft keine andere Wahl als zu „pfuschen“. Vollzeitjobs würden diesem Trend entgegenwirken und die Schwarzarbeit an den Rand drängen. Leist verurteilt auch die mangelnde Rückendeckung der KIAB MitarbeiterInnen seitens der Politik. „Deren Leistungen werden nicht genug gewürdigt und anerkannt, trotz einer 46-prozentigen Leistungsüberschreitung. Genau aus diesem Grund müssen die Kapazitäten und insbesondere die Rahmenbedingungen für die Beschäftigten der KIAB (Kontrolle illegaler Arbeitnehmerbeschäftigung) ausgebaut und verbessert werden. Wenn dies nicht getan wird, kann dies für uns alle fatale Folgen haben. Schwarzbeschäftigung bzw. Schwarzarbeit würde somit weiter gefördert werden und der öffentlichen Hand entgehen Millionen an Einnahmen“, so Leist abschließend.

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