Di

04

Jan

2011

Sicherheitskenntnisse der Tiroler Lehrlinge mangelhaft - ÖGB Jugend fordert Jugend- und Lehrlingsinspektorat

Die Jugend des ÖGB Tirol ortet bei den Sicherheitskenntnissen der Tiroler Lehrlinge grobe Mängel. „Generelle Schulungen zur Verbesserung der Sicherheit würden einen Teil dazu beitragen, dass die Arbeitsunfälle innerhalb der Lehrzeit zurückgehen würden. Ein Expertenpool könnte dabei einen wesentlichen Anteil zur Sicherheit im Betrieb beitragen“, so der Tiroler ÖGB Landesjugendsekretär Manuel Unterkircher.

„Es besteht Handlungsbedarf. Im vergangenen Jahr gab es in Tirol schätzungsweise mehr als 700 Arbeitsunfälle in denen Lehrlinge verwickelt waren. Für Einschulungen und Unterweisungen samt Information über die Unfallgefahr bei der Arbeit bleibt oft zu wenig Zeit. Auch die Kontrollen der Arbeitsinspektion sind zu wenig effektiv, da die notwendigen personellen Kapazitäten fehlen. Die Schaffung eines Jugend- und Lehrlingsinspektorats ist dringend notwenig, um der Aufgabe Herr zu werden", ist sich der Tiroler ÖGB Landesjugendsekretär sicher.

„Jeder Arbeitsunfall ist einer zuviel. Es muss ein klares Signal zu Unfallpräventation geben, denn auch die Firmen würden von der Reduktion der Krankenstände profitieren. Nur am Beginn der Lehrzeit eine halbherzige Sicherheitsschulung durchzuführen ist zu wenig. Es wäre sinnvoll, eine jährliche Auffrischung innerhalb der Arbeitszeit im Betrieb zu organisieren", so Unterkircher abschließend.

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