Mo
03
Jan
2011
Leist zufrieden mit Tiroler Arbeitsmarktlage, warnt aber vor Leiharbeit und atypischen Beschäftigungsverhältnissen
Erfreulicherweise endete das vergangene Jahr mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit. „Der Anstieg der Beschäftigung ist positiv zu bewerten. Man sollte allerdings berücksichtigen, dass die Zahl der atypischen Beschäftigungsformen angestiegen ist und auch die Leiharbeit bis dato nicht eingedämmt werden konnte. Hier orte ich für die Zukunft Probleme. Die beiden Anstellungsformen können auf Dauer Working Poor (arbeitende Arme) fördern und müssen deshalb eingedämmt werden. Zudem kommen uns auf Dauer Sozialversicherungsabgaben abhanden“, informiert der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende Otto Leist, für den der Tiroler Arbeitsmarkt 2011 vor einer großen Herausforderung steht.
Die gut funktionierende Sozialpartnerschaft hat Österreich und damit auch Tirol vor einer weitaus höheren Arbeitslosigkeit bewahrt. „Schon 2008 und 2009 konnte der ÖGB nach monatelanger
Überzeugungsarbeit das Instrument Kurzarbeit in Tirol installieren und damit hunderte Arbeitsplätze sichern. Auch durch die Weiterentwicklung der Bildungskarenz wurde vielen Beschäftigten der
Gang in die Arbeitslosigkeit erspart“, so Leist.
„Ich bin ein erklärter Gegner der Leiharbeit. Diese führt zu erhöhtem Unfallrisiko, Arbeitsplatzverlustrisiko, in der Regel kürzere Kündigungsfristen, vielfach weniger Einkommen und schlechtere
Arbeits- und Rahmenbedingungen sowie unsicheren Lebensplanung. Wirtschaftstreibende sollten besser auf Qualität setzen und das sind unbefristeter Jobs. Wer als Zeitarbeiter in einem Unternehmen
beginnt, sollte nach einer bestimmten Zeit, zum Beispiel einem halben Jahr, in die Stammbelegschaft übernommen werden müssen. Zum anderen muss auch bei den Schulungsmaßnahmen des AMS verstärkt
auf gute Qualität gesetzt werden. Wir brauchen Kurse mit hohem Niveau, die zu einer Steigerung der KundInnenzufriedenheit und zu besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt führen“, bring Leist die
Forderungen des ÖGB Tirol auf den Punkt.
Als wichtige Maßnahme angesichts der Anfang Mai 2011 bevorstehende Öffnung des Arbeitsmarktes für die Beschäftigten aus acht weiteren EU-Mitgliedsländern bezeichnet Leist das Gesetz gegen Lohn-
und Sozialdumping, das nun rasch umgesetzt werden müsse. „Denn wir wollen, dass in Tirol- und Österreich auch 2011 und in den kommenden Jahren faire Löhne gezahlt werden, egal woher der oder die
Beschäftigte stammt“, so Leist abschließend.


Der Kurs des Papiers verliert zeitweise knapp 14 Prozent, die Verantwortung für den Absturz liegt auch
bei Firmenchef Zuckerberg
Neuer Trainer muss sich zum offensivem Fußball bekennen - Auch ohne internationales Geschäft keine
Budget-Kürzungen - Klein und Liendl gehen
Hätte ab 2014 stellvertretende Intendantin sowie Chefkuratorin werden sollen - Wird stattdessen
Intendantin am Berliner Gorki-Theater