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29

Dez

2010

Gerhard Schneider: Hintringers Insolvenzanalyse zur Gusskomponenten GmbH ist echt zum Krenreiben

Scharf ins Gericht ging Gerhard Schneider mit der Stellungnahme von Walter Hintringer (KSV) zu den Hintergründen der Insolvenz der Firma Gusskomponenten GmbH.: "Jetzt mach ich diesen Zirkus bei jeder Insolvenz in Tirol  schon fast zwanzig Jahre  mit und muss mich dann auch noch mit so wenig scharfsinnigen Analysen, wie jener des Herrn Hintringer (KSV) auseinandersetzen, deren Quintessenz meistens nur darin besteht, die zu hohen Personalkosten, die Wirtschaftskrise etc. als Ursachen für die Insolvenzen in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei kommt ihm nicht einmal der Gedanke in den Sinn, zu prüfen, ob nicht etwa auch noch andere Ursachen, die da wären Fehlentscheidungen des Managements und der Eigentümer, mangelnde Eigenkapitalausstattung, mangelnde Investitionen etc., Gründe für eine Insolvenz darstellen könnten."

Schneider wirft Hintringer im Zusammenhang mit seinen Analysen vor, unreflektiert die Darstellungen von Eigentümern und Management zu übernehmen anstatt z.B. an Hand der vom KSV ohnedies vorliegenden Erhebungen für Insolvenzgründe auch nach anderen Ursachen zu forschen: "Das vom KSV selbst herausgegebene Ranking gibt zu 42 % innerbetriebliche Fehler, zu 15 % Fahrlässigkeiten und zu 9 % persönliches Verschulden an. Trotz Krise waren selbst lt. Darstellungen des KSV nur zu 18 % die Wirtschaftskrise daran schuld. Natürlich hat auch die Krise im vorliegenden Fall, einen Beitrag dazu geleistet. Die Gründe für die Insolvenz allein auf die Krise und die hohen Personalkosten abzuwälzen, ist mit Sicherheit zu kurz gegriffen. Wie er bei der Firma Gusskomponenten angesichts der Tatsache, dass innerhalb eines kürzesten Zeitraums fast ein Drittel der Belegschaft abgebaut wurde, die Belegschaft während der Krise im Kurzarbeitszeitraum vom 1.2.2009 bis 30.6.2010 auf einige Entgeltbestandteile  und seit einiger Zeit auf Grund der Durchrechnungsvereinbarung auch auf die Überstundenzuschläge verzichtet hat und das AMS während der KUA beträchtliche Entgeltbestandteile getragen hat, als Grund auf die hohen Personalkosten kommt,  ist und bleibt mir echt  ein Rätsel, das ich mir nur damit erklären kann, dass er sich nicht einmal die Mühe gemacht hat, den Fall im Detail zu prüfen. Sonst hätte er ja feststellen müssen, dass da ganz andere Gründe für die Krisenanfälligkeit sowie die Insolvenz zum Tragen gekommen sind. Hintringers Insolvenzanalyse zur Gusskomponenten GmbH ist daher echt zum Kren reiben und sollte uns allen in Zukunft am besten erspart bleiben."

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