Frauen werden in Tirol in klassische Frauenberufe und Männer in klassische Männerberufe gedrängt. 31.000 der ca. 300.000 TirolerInnen arbeiten im Tourismus und 50.500 im Handel. „Wir brauchen in Tiroler dringend mehr gut bezahlte Arbeitplätze abseits dieser beiden Branchen, die von exorbitant hohen Teilzeit- und Saisoniersquoten sowie schlechter Bezahlung geprägt sind“, erklärt Leist anlässlich der Veröffentlichung des Rechnungshof-Einkommensberichtes.
TirolerInnen verdienen im Schnitt 1.609 Euro brutto im Monat. „Das ist viel zu wenig. Die Wirtschaft ist hier gefordert, attraktivere Arbeitsplätze zu schaffen. Das Problem beginnt bereit beim Angebot an Lehrstellen“, so Leist. Im Oktober des heurigen Jahres wurden 422 der 639 offenen Lehrstellen im Tourismus und 70 im Handel angeboten. Die Nachfrage in diesen Branchen ist sehr gering. Junge TirolerInnen werden aufgrund fehlender attraktiverer Lehrstellenplätze bereits im jungen Alter in diese Berufe gedrängt.


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