Die Änderungen im Tiroler Kinderbetreuungsgesetz bieten Frauen bessere Möglichkeiten, neben der Erziehung beruflich tätig zu sein. „Wir sind für Ganztags- und Ganzjahrsbetreuung .Jedoch wurde mit den Änderungen im Gemeindevertragsbedienstetensteten-gesetz die Arbeitsbedingungen vieler Osttiroler KindergärtnerInnen wesentlich verschlechtert. Schlechte Arbeitsbedingungen fördern die Unzufriedenheit der Bediensteten und sind letztendlich auch für geringere Lernerfolge unserer Kinder mitverantwortlich. Diese Regel lässt sich auf alle Bildungseinrichtungen umwälzen“, erklärt der Osttiroler ÖGB Vorsitzende Wilhelm Lackner.
In Gesprächen mit einigen Osttiroler KindergärtnerInnen kam hervor, dass die Änderungen im Tiroler Kinderbetreuungs- und Gemeindevertragsbedienstetengesetz für NeuanfängerInnen in
Kinderbetreuungseinrichtungen Verschlechterungen mit sich bringen. „Dringend notwendige Änderungen zu Gunsten berufstätiger Frauen wurden leider auf Kosten der Belegschaft getroffen.
Vorbereitungszeiten wurden für diese von zehn auf fünf Stunden reduziert. Für neue MitarbeiterInnen entfällt die bisherige Ferienregelung. Auch die Möglichkeit ein Sabbatical einzuführen und in
Anspruch zu nehmen, um einerseits Burn-out vorzubeugen oder sich fortzubilden werden den Neulingen vorenthalten“, kritisiert Kuenz.
„Wir brauchen dringend attraktive Arbeitsplätze in diesen Bereichen. Trotz der großen Verantwortung verdienen KinderbetreuerInnen zu Beginn ihrer Tätigkeit nur 1.383 Euro Brutto. Wir müssen den
Arbeitsplatz attraktiver gestalten, um auch gut ausgebildete ArbeitnehmerInnen in der Branche zu halten. Dafür müssen sich alle Sozialpartner einsetzen, nicht nur der ÖGB. Der Trend Dreijährige
zu betreuen ist unaufhaltsam. Kinder gehören deshalb von Beginn an gefördert und integriert. Dafür benötigen wir motivierte und fair behandelte MitarbeiterInnen, ganz im Sinne der Zukunft“,
fordert Lackner abschließend.


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