Tiroler Pendler müssen den Weihnachtszuschlag der Mineralölfirmen auf dem Weg zur Arbeit bezahlen. „Leider wird der Spritpreiswahnsinn der Mineralölfirmen ebenso am Rücken der Tiroler ArbeitnehmerInnen ausgetragen wie die Erhöhung der Mineralölsteuer. PendlerInnen spüren die neue Spritpreisverordnung nur sehr bedingt und erleiden schon eher einen Weihnachtsschock beim Bezahlen der Tankrechnung. Für ArbeitnehmerInnen, die ihren Pkw zu dienstlichen Zwecken nutzen müssen, fordern wir ein jetzt ein kostendeckendes Kilometergeld, welches 50 statt den bisher veranschlagten 42 Cent pro Kilometer betragen muss“, erklärt der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende Otto Leist anlässlich der hohen Spritpreise an den Tiroler Tankstellen.
„ArbeitnehmerInnen werden in Form von Ping-Pong-Preisen in die Irre geführt und in der Reisezeit abgezockt. Das ist Fakt. Die schleichenden Preissteigerungen an Tirols Tankstellen sind
besorgniserregend und schlichtweg unerklärlich. Die Ölpreise sind bis auf kleine Ups and Downs gleich bleibend. Dass mit 1. Jänner die Mineralölsteuer bei Diesel um fünf und bei Eurosuper um vier
Cent je Liter erhöht wird, führt zu einem Kostenproblem für viele Tiroler PendlerInnen. Zudem ist zu befürchten, dass auch Mineralölfirmen ihren Teil zu einer radikalen Preiserhöhung beitragen
werden“, so Leist.
Ein unbefristetes Kilometergeld von 42 Cent pro gefahrenen Kilometer sieht der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende nur als Etappensieg. Jetzt gehe es darum, im nächsten Schritt das Kilometergeld von 42
Cent auch für die Privatwirtschaft rasch in Kollektivverträgen zu verankern, um den arbeitsrechtlichen Anspruch sicherzustellen. „Wir werden uns dafür einsetzen, die Steuerfreiheit des
Kilometergeldes in Zukunft an den Pkw-Kostenindex der Statistik Austria zu knüpfen. Endziel der Bemühungen der Interessengemeinschaft Außen- und Mobildienste ist das Erreichen eines
Kilometergeldes, das die tatsächlichen Kosten von privaten PKW, die für dienstliche Zwecke genutzt werden, abdeckt. Mit der Anhebung der Mineralölsteuer ist eine Kostensteigerung zu Lasten der
Außen- und Mobildienstbeschäftigten zu erwarten“, informiert Leist abschließend.


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