Di

14

Dez

2010

Weihnachtsgeld bringt nicht das Christkindl - Gewerkschaft braucht mehr Frauen

v.l.n.r.: Karin Flöck, Ulrike Ernstbrunner, Elfriede Moser, Sabine Lanthaler v.l.n.r.: Karin Flöck, Ulrike Ernstbrunner, Elfriede Moser, Sabine Lanthaler

Die Tiroler ÖGB Frauen gingen gestern auf die Straße, um darüber zu informieren, dass das Weihnachtsgeld nicht das Christkindl sondern die Gewerkschaft bringt. „Wir verhandeln jährlich in mehr als 450 Kollektivvertragsverhandlungen das 13. und 14., sprich Urlaub und Weihnachtsgeld für 137.103 Tiroler Arbeitnehmerinnen aus. Zudem sind wir dahinter, die Einkommensschere von 26,9 Prozent (in Tirol) zu schließen. Ein höherer Anteil an weiblichen ÖGB Mitgliedern würde unsere Forderung nach fairer Entlohnung bestärken“, erklärt die Tiroler ÖGB Frauenvorsitzende Ulrike Ernstbrunner im Zuge der gestrigen Verteilaktion in der Innsbrucker Maria-Theresienstrasse.

„Die Tatsache, dass wir Urlaubs- und Weihnachtsgeld garantieren und der empörende Einkommensunterschied Fakt ist, wissen die Tiroler Frauen. Nun gilt es auch unsere Forderungen in Form einer Mitgliedschaft zu unterstützen“, erklärt die Innsbrucker ÖGB Frauenvorsitzende Karin Flöck und ergänzt: „Wir haben jetzt zwar den längst überfälligen Mindestlohn von 1.300 Euro für Handelsangestellte, wollen aber mit Unterstützung Tiroler Frauen mehr. Einkommenstechnisch benachteiligte Frauen müssen sich solidarisieren und für ihre Forderungen enger zusammenrücken. Die Gewerkschaftsbewegung ist die wichtigste Organisation, wenn es um Einkommen der Frauen geht. Nur wir können Lohnentwicklungen nachhaltig beeinflussen und auch weiterhin Urlaubs- und Weihnachtsgeld sichern.“

ÖGB Mitgliedschaft rechnet sich – besonders für Frauen
Wird alleine das Urlaubs- und Weihnachtsgeld dem Mitgliedsbeitrag - der grundsätzlich ein Prozent des Bruttoeinkommens beträgt und auch steuermindernd geltend gemacht werden kann - gegenübergestellt, dann ist ganz klar ersichtlich, dass sich eine Mitgliedschaft bei der Gewerkschaft auszahlt. „Für alle! Denn mit schwachen Gewerkschaften können die bisherigen Errungenschaften nur schwer aufrechterhalten werden, vor allem in einer globalisierten Weltwirtschaft“, so Ernstbrunner abschließend.

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