Di
07
Dez
2010
Leist mahnt ArbeitnehmerInneninteressen ernster zu nehmen
Der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende Otto Leist ist empört über den mangelnden Respekt der Arbeitnehmerförderungsbeiratsmitglieder zur einzigen Sitzung 2010: „Bei den ferngebliebenen Mitgliedern, die sich teilweise ja nicht mal entschuldigt haben, wird die fehlende Gewichtung der ArbeitnehmerInneninteressen schonungslos offen gelegt. Auch wenn das Gremium nur eine beratene Funktion innehat, kann einiges bewegt werden“, kritisiert der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende Otto Leist.
Keine Ausreden, sondern Engagement
Ausreden wonach zur selben Zeit der Finanzkontrollausschuss getagt hätte, lässt Leist nicht gelten: „Die Angelegenheiten der 295.500 unselbständig Beschäftigten und 24.994 vorgemerkten
Arbeitslosen in Tirol sollten schon eine höhere Bedeutung haben als einige Damen und Herren dies zur Schau gestellt haben.“
Leist ortet Wissenslücken bei Tiroler PolitikerInnen
„Womöglich ist das mangelnde Interesse auch auf gravierende Wissenslücken einiger PolitikerInnen zurückzuführen. Ein Beleg dafür ist die Forderung einiger dem hohen Landtag zugehörigen Personen
bei der letzten Sitzung am 18. November 2010, wo Rufe nach Senkung der Lohnnebenkosten laut wurden. Jede/r, die/der sich ein wenig in der Materie auskennt weiß, dass diese Forderung zu weniger
Einkommen, weniger bezahlte Freizeit und weniger soziale Sicherheit führen würde. Leider gibt’s ähnliche Fälle in letzter Zeit vermehrt. Die Teilnahme an Sitzungen, Besprechungen oder Seminaren,
die ArbeitnehmerInneninteressen behandeln, würde diese und andere Wissenslücken womöglich schließen“, erklärt Leist abschließend.


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