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26

Nov

2010

Leist: „EU-Kommission bestätigt ÖGB Standpunkte“

Die EU-Kommission bestätigt in ihren jüngsten Studien wesentliche Standpunkte der Gewerkschaft. „Zum einem haben wir zu Beginn der Wirtschaftskrise das Instrument Kurzarbeit vehement gefordert und sind dabei auf starken Gegenwind der Wirtschaftskammer gestoßen. Zum anderen haben wir die überaus flexiblen Arbeitszeiten der TirolerInnen und ÖsterreicherInnen erwähnt. Im Zuge der Kollektivvertragsverhandlungen haben wir uns erfolgreich gegen die Forderungen nach weiterer Flexibilisierung gestemmt. Jetzt hat uns eine Studie und der Nationenvergleich in beiden Fällen bestätigt“, erklärt der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende Otto Leist, für den sämtliche Arbeitszeitflexibilisierungswünsche der Wirtschaftskammer in Zukunft vom Tisch sind.

Kurzarbeit brachte Erfolg
Nur auf massiven Druck der Gewerkschaften war es letztendlich möglich, durch Überzeugungsarbeit gemeinsam mit den BetriebsrätInnen auch in Tiroler Betrieben Kurzarbeit als Instrument umzusetzen. „So konnten Arbeitplätze gehalten werden und Betriebe haben den Vorteil, bei Anstieg der Auftragslage mit voller Personalleistung und dem dazu notwendigen Know-how fortzufahren. Bis heute durchliefen mehr als 5.900 TirolerInnen das Modell der Kurzarbeit“, informiert Leist.

ÖsterreicherInnen in Punkto Arbeitsflexibilisierung im EU-Spitzenfeld
Nicht ohne Grund haben sich Gewerkschaften in sämtlichen Kollektivvertragsverhandlungen gegen die WK-Forderungen nach weiterer Arbeitszeitflexibilisierung gestemmt. Die EU-Kommission bestätigt nun, dass Österreich in Punkto Arbeitszeitflexibilisierung unter allen EU und EFTA-Staaten gemeinsam mit Großbritannien an der Spitze liegt. „Damit sind für uns weitere Flexibilisierungswünsche in den kommenden KV-Verhandlungen vom Tisch. Wir werden da schon eher über eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich reden müssen“, erklärt der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende abschließend.

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