Di

23

Nov

2010

Leist: „Einschnitt bei Schuldnerberatung trotz gültigem Landtagsbeschluss äußerst bedenklich“

Die Kürzung bei der Schuldnerberatung ist für den gf. Tiroler ÖGB Vorsitzenden Otto Leist gesellschaftspolitisch äußerst unfair. „Ausgerechnet jetzt Menschen noch länger auf die dringend notwendige Hilfe warten zu lassen und zwei MitarbeiterInnen in die Arbeitslosigkeit zu schicken ist eine Frechheit. Die Leistungen des Tiroler Solidaritätsfonds, der am 11. September 2008 im Landtag beschlossen wurde, beinhaltet die Aufstockung der Schuldnerberatung bis zum Ende der Landtagsperiode 2013. Da scheint es sich wohl nur um ein Wahlzuckerl mit Ablaufdatum gehandelt zu haben. Scheinbar bauen sich Platter und Switak wohl lieber ihre Büros um Unsummen um, als für in Not geratene TirolerInnen verhältnismäßig deutlich weniger Geld auszugeben oder Wahlversprechen einzuhalten“, kritisiert Leist.

„Menschen brauchen die Dienste der Schuldnerberatung. Im Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung dieses Ressort zu schröpfen, ist ein bedenkliches Etikett, welches sich die beiden Landesräte umhängen. Geld scheint wohl genug vorhanden zu sein. Warum pflastert man den Landhausplatz um 6 Millionen Euro zu? Warum gibt man ausgerechnet jetzt 25 Millionen Euro für den Museumsumbau aus?“, fragt sich der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende und wohl zahlreiche TirolerInnen.

In Not geratene Menschen müssen aufgrund der Kürzungen nun sechs statt drei Monate auf Beratungstermine warten. „Da wird es in vielen Fällen schon zu spät sein. In solchen Lebenssituationen zählt jeder Tag und jeder Euro. Deshalb soll Platter seiner Aufgabe nachkommen, sozial fair agieren und die notwendigen 100.000 Euro zur Verfügung stellen. Kürzungen bei armen und Hilfe suchenden TirolerInnen vorzunehmen wird Folgen haben und zwar in Form von resultierenden Mehrkosten bei den Sozialausgaben“, so Leist.

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