Do

04

Nov

2010

Info-Kampagne in 40 Tiroler Metallindustrie-Unternehmen vor KV-Runde

Seit Dienstag bis einschließlich heute sind GewerkschafterInnen (BetriebsrätInnen, SekretärInnen, FunktionärInnen) in 40 Tiroler Betrieben unterwegs, um ArbeitnehmerInnen der Metall- und Bergbauindustrie in Form von Betriebsversammlungen oder Verteilaktionen über den Stand der Kollektivvertragsverhandlungen zu informieren. Zudem werden ArbeitnehmerInnen über weiterführende Maßnahmen im Falle eines neuerlichen Scheiterns der morgigen (5.11.) und damit letzten Verhandlungsrunde aufgeklärt.

„Die Betriebsversammlungen dienen auch als Zeichen an Tiroler Unternehmen, dass ohne notwendige Fairness bei den morgigen KV-Verhandlungen seitens der Belegschaft deutlichere Warnsignale gesetzt werden. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Zeichen der Belegschaften ernst genommen werden und angesichts des positiven Wirtschaftstrends von ein weitaus besseres Angebot vorgelegt wird“, erklärt der Tiroler Landessekretär der Produktionsgewerkschaft Robert Koschin.

 

Das aktuelle Angebot der ArbeitgeberInnen liegt momentan bei einer Lohnerhöhung von mageren 1,9 Prozent. Im Verhältnis zu einer Preissteigerung von knapp 1,5 Prozent (Tendenz steigend) ein nicht ausreichendes Angebot. Zudem kam es zum Abbruch über Verhandlungen in der Arbeitzeitfrage und so gut wie allen weiteren rahmenrechtlichen Forderungen.

 

„Dieses Angebot ist den 10.000 Tiroler Beschäftigten der Metall- und Bergbauindustrie nicht zuzumuten und widerspiegelt in keinster Weise deren geleistete Arbeit. Mit Einsatz, Loyalität und Einkommenseinbußen in Form von Kurzarbeit und der Streichung von Überstunden wurden Weichen für die positive Entwicklung der Wirtschaft gelegt“, mahnt der Tiroler GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck Journalismus, Papier) Regionalgeschäftsführer Gerhard Schneider.

 

Deshalb fordern Schneider und Koschin unisono wesentlich stärkere Lohn- und Gehaltserhöhungen, die Sicherung und Schaffung von Beschäftigung durch die Regelung der Arbeitzeitfrage und rahmenrechtliche Verbesserungen der Belegschaft in der Metall- und Bergbauindustrie.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

  • loading