Do
28
Okt
2010
KV-Metallindustrie: Tiroler Betriebsräte beschließen Resolution und organisieren Betriebsversammlungen
33 Tiroler BetriebsrätInnen haben vergangenen Freitag die Resolution zu den laufenden Kollektivvertragsverhandlungen in der Metallindustrie und Bergbau einstimmig beschlossen. Im Zuge der Betriebsrätekonferenz wurde der Arbeitgeberseite damit verdeutlicht, dass das aktuelle Angebot bei weitem nicht zufrieden stellend ist. „Basierend auf den wirtschaftlichen Erfolgen im heurigen Jahr ist so ein KV-Offert für die 10.000 betroffenen Tiroler ArbeitnehmerInnen nicht hinnehmbar“, kritisieren GPA-djp Regionalgeschäftsführer Gerhard Schneider und PRO-GE Landessekretär Robert Koschin. Kommende Woche wird es in rund 20 Tiroler Unternehmen Betriebsversammlungen geben.
Momentanes KV-Angebot unzureichend
Das Angebot der ArbeitgeberInnen liegt momentan bei einer Lohnerhöhung von mageren 1,9 Prozent, dem Abbruch über Verhandlungen in der Arbeitzeitfrage und so gut wie allen weiteren
rahmenrechtlichen Forderungen seitens der Gewerkschaften. „Der aktuelle Vorschlag liegt deutlich unter den Erwartungen. Deshalb fordern BetriebsrätInnen und GewerkschafterInnen unisono wesentlich
stärkere Lohn- und Gehaltssteigerungen, rahmenrechtliche Verbesserungen und die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen durch intelligente Arbeitszeitregelungen“ erklärt Koschin im Zuge der
BetriebsrätInnenkonferenz.
Kommende Woche Betriebsversammlungen in 20 Tiroler Unternehmen
Kommende Woche wird es in 20 Tiroler Unternehmen zu Betriebsversammlungen kommen. „Ziel dieser Aktion ist es unter anderem ArbeitgeberInnen klarzumachen, dass ohne notwendige Fairness bei
KV-Verhandlungen weitere Maßnahmen seitens der Belegschaft drohen. Wie diese im Detail aussehen, halten sich Gewerkschaften und BetriebsrätInnen in der Hinterhand. Wir erwarten uns für die am
5.November startenden letzten Runde der laufenden KV-Verhandlungen ein sozial verträglicheres und faires Angebot“, so Schneider.


