Mi
20
Okt
2010
Leist zu KV-Verhandlungen: „ArbeitgeberInnen wollen keine klaren Spielregeln für Handel“
Der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende Otto Leist ist verärgert über die passive und verweigernde Haltung der Arbeitgeberseite in der ersten Runde zu den Kollektivvertragsverhandlungen im Handel. „Unsere Forderungen waren und sind weder unrealistisch noch überzogen. Die 40.000 Tiroler Handelsangestellten wollen klare Spielregeln bei der Ausübung ihrer Arbeit, was an und für sich logisch erscheint, scheinbar nur nicht für die Arbeitgeberseite“, so Leist im Anschluss an die zweitätige Verhandlungsrunde Eins, die gestern und heute über die Bühne ging.
Unter klaren Spielregeln verstehen ArbeitnehmerInnen im Handel, dass zum Beispiel faire Abgeltung von Mehr- und Überstundenzuschlägen sowie von Vor- und Nachbereitungszeiten in ihrem Kollektivvertrag verankert werden. „Es war nicht einmal möglich über diese rahmenrechtlichen Bedingungen zu sprechen. Dabei treffen diese Forderungen ohnehin nur schwarze Schafe, die nachweislich laufend Verstöße gegen bestehendes Recht begehen“, informiert Leist.
In den letzten Jahren waren es ArbeitgeberInnen nicht gewohnt, über rahmenrechtliche Verbesserungen zu verhandeln. „Heuer wollen wir jedoch grundlegend die Situation aller Handelsangestellten verbessern und dem Missbrauch an der Belegschaft vorbeugen. Deshalb sind wir am kommenden Mittwoch bereit, konstruktive und lösungsorientierte Gespräche zu wichtigen arbeitsrechtlichen Verbesserungen weiterzuführen“, erklärt Leist abschließend.


