Di

12

Okt

2010

Leist: „KIAB-MitarbeiterInnen werden im Kampf gegen Schwarzarbeit eingebremst“

Der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende Otto Leist fordert mehr Unterstützung der KIAB-MitarbeiterInnen im Kampf gegen Schwarzarbeit. „Uns verwundert der Aufschrei von Landesinnungsmeister der Tiroler Kraftfahrzeugtechniker Gertl nur bedingt. Im Kampf gegen Schwarzarbeit muss rigoroser agiert werden. Dazu wird ein KIAB-Personal benötigt, das frei von unberechtigten Disziplinaranzeigen arbeiten kann. In Tirol gibt es nach wie vor mehr Disziplinaranzeigen gegen Beschäftigte der KIAB als Sozialbetrugsverfahren. Das ist weder verständlich noch akzeptabel, sondern fördert den Sozialbetrug, der zu Lasten aller fleißigen ArbeitnehmerInnen und Wirtschaftstreibenden geht“, erklärt Leist.

Leist verurteilt die mangelnde Rückendeckung der KIAB MitarbeiterInnen seitens der Politik. „Deren Leistungen werden nicht genug gewürdigt und anerkannt, trotz einer 46-prozentigen Leistungsüberschreitung. Genau aus diesem Grund müssen die Kapazitäten und insbesondere die Rahmenbedingungen für die Beschäftigten der KIAB (Kontrolle illegaler Arbeitnehmerbeschäftigung) ausgebaut und verbessert werden. Wenn dies nicht getan wird, kann dies für uns alle fatale Folgen haben. Schwarzbeschäftigung bzw. Schwarzarbeit würde somit weiter gefördert werden und der öffentlichen Hand entgehen Millionen an Einnahmen, die man jetzt in Zeiten der Krise besonders dringend benötigt“, klärt Leist auf.

 

Für Leist müssen alle nur denkbaren Instrumente zur Bekämpfung der Schwarzarbeit eingesetzt werden: „Der jährlich Schaden für die Tiroler Wirtschaft geht in die Millionen, führt zu einer Wettbewerbsverzerrung und geht auf Kosten jener, die sich an Spieregeln und Gesetze halten. Durch „Pfusch“ gehen uns Steuern und Abgaben verloren. Den dadurch entstandenen Schaden müssen wir alle bezahlen. Aus diesem Grund müssen KIAB-MitarbeiterInnen akzeptable Arbeitsbedingungen vorfinden und personell wie auch organisatorisch mehr Unterstützung erfahren. Dazu gehört auch die Unterbindung des Disziplinarverfahrenswahn“, erklärt der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende abschließend.

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