PRO-GE Landesfrauenvorstand bei der Firma MS Design
Im Zuge ihres Tirol-Besuches verschaffte sich PRO-GE (Produktionsgewerkschaft) Bundesfrauenvorsitzende Renate Anderl vergangene Woche in Begleitung des Tiroler Landesfrauenvorstandes ein Bild über die Situation der 89 Frauen im 267 MitarbeiterInnen umfassenden Oberländer Carstylingunternehmens. „In diesem Fall arbeiten Frauen in einer männerdominierten Branche. Umso wichtiger ist es, beide Seiten davon zu überzeugen, sich für gleiche Bezahlung von Männern und Frauen einzusetzen“, erklärt Anderl beim Lokalaugenschein in Roppen.
Mit der Kampagne "Ein paar Zentimeter mehr…" möchten die PRO-GE Frauen Beschäftigte in den Betrieben für das Thema Lohndiskriminierung sensibilisieren. Denn das Schließen der Einkommensschere zwischen Frauen und Männern sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind nicht nur fair, sondern auch ökonomisch wichtig. „Wenn gleichwertige Arbeiten auch gleich bezahlt werden, profitieren davon alle - Frauen, Männer, Familien, die Wirtschaft und das Finanzamt“, meint auch die MS-Design Betriebsratsvorsitzende Alberta Zangerl.
In Gesprächen mit MS-Design-MitarbeiterInnen weist Anderl noch einmal auf die Bedeutung des Equal Pay Days hin, der in Tirol mit dem 20. September 2010 datiert wird. Seit diesem Tag arbeiten Tirolerinnen im Verhältnis zu ihren männlichen Kollegen statistisch gesehen gratis, was einen Lohnunterschied von 28,1 Prozent gleichkommt.


