Die Tiroler Jugend der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) hat gestern Nachmittag die Operation Praxistest in Tirol mit einer Informationskampagne am Bahnhof Innsbruck gestartet. „Schließt ein Lehrling den so genannten Praxistest zur Mitte der Lehrzeit ab, so erhält der Betrieb dafür 3.000 Euro. Rein rechtlich gesehen steht dem Lehrling nichts davon zu. Ein Missstand auf den wir aufmerksam machen und Unterschriften zu dessen Korrektur sammeln wollen“, erklärt der GPA-djp Jugendsekretär David Schumacher.
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Für den erfolgreich absolvierten Praxistest zur Mitte der Lehrzeit bekommt der Betrieb 3.000 Euro pro Lehrling, wenn er eine Ausbildungsdokumentation abgibt. Von dieser Förderung muss nichts an den Lehrling weitergegeben werden. Auch bei Nichtbestehen des Praxistests gibt es zum erfolgreichen Lehrabschluss eine Förderung von 1.500 Euro. Hiervon muss ebenso nichts weitergegeben werden. “Dass Lehrlinge in den meisten Fällen nichts von diesem Geld sehen, ist für uns völlig inakzeptabel. Es kann doch nicht sein, dass jungen Leute die Zeit in Prüfungen investieren und dann auf den guten Willen der Geschäftsführung angewiesen sind ihren Lohn für ihre Leistung zu kassieren. Anstatt der Lehrlinge sind die Betriebe zu überprüfen”, informiert Schumacher.
Unter dem Titel “Operation Praxistest – Wir kämpfen für Deine Kohle!” werden auf www.operation-praxistest.at und auf Tirols Straßen Unterschriften gesammelt.


