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22

Sep

2010

Liebherrbelegschaft arbeitet wieder kurz

Die Belegschaft der Liebherr-Hausgeräte Lienz GmbH wird in den kommenden Monaten mit Kurzarbeit fortfahren. „Die Unternehmensführung hat dies aufgrund der schwankenden Auftragslage beschlossen. Gemeinsam mit den Betriebsräten konnte das ÖGB-Modell Kurzarbeit zur Sicherstellung der 1.300 Arbeitsplätze abermals gewährleistet werden“, erklären ÖGB Sekretär Hans Ofner und der Lienzer ÖGB Regionalsekretär Harald Kuenz.

Schon 2008 und 2009 konnte der ÖGB nach monatelanger Überzeugungsarbeit das Instrument Kurzarbeit installieren und damit hunderte Arbeitsplätze sichern. „Starker Gegenwind kam damals von der Wirtschaftskammer. Deren VertreterInnen versuchten Aussetzverträgen und Kündigungen als Patentrezept in den Fokus zu rücken“, erklärt Ofner.

 

„Inzwischen haben es Unternehmen verstanden wie wichtig es ist, mit einem eingespielten Team bei Anstieg der Auftragslage wieder zu hundert Prozent weiterarbeiten zu können. Dies funktioniert nur, wenn man schwankende Auftragslagen mit Kurzarbeit durchtaucht. Mit den ursprünglichen Wirtschaftskammermodellen hätte das notwendige Personal gesucht und eingeschult werden müssen. Eintreffende Aufträge hätten somit nie und nimmer zeitgerecht abgearbeitet werden können“, fügt Kuenz hinzu.

 

Der ÖGB und die Gewerkschaften stehen weiterhin zum Instrument Kurzarbeit, welches in Zeiten der Krise hunderte Arbeitsplätze am Tiroler Arbeitsmarkt sichern konnte.

 

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