Jugend für Einrichtung eines eigenen Jugend- und Lehrlingsinspektorats. Der ÖGB Tirol bemängelt die drastisch fallende Anzahl an Kontrollen der Arbeitnehmerschutzbestimmungen in Tirol. „Es kann und darf nicht sein, dass es 2007 noch mehr als doppelt so viele Kontrollen in Betrieben gegeben hat als im vergangenen Jahr. Ich fordere PolitikerInnen auf, schleunigst Maßnahmen zur finanziellen und personellen Aufstockung des Arbeitsinspektorats zu gewährleisten, damit Arbeitnehmerschutzbestimmungen nicht umgangen werden können. Momentan sind uns die Kontrollen zu wenig effektiv, weil die Kapazitäten einfach nicht vorhanden sind“, so der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende Otto Leist.
Die Jugend des ÖGB Tirol fordert indes eine Schaffung eines eigenen Jugend- und Lehrlingsinspektorats. „Diese Einrichtung muss jedoch eigenständig arbeiten und darf nicht in Verbindung mit der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer stehen. Dies würde Kontrollen ad absurdum führen“, erklärt der Tiroler ÖGB Landesjugendsekretär Philip Wohlgemuth. 65 Prozent der Lehrlinge leisten regelmäßig Überstunden. „Teilweise arbeiten Lehrlinge bis zu gesetzeswidrige 60 Stunden in der Woche. Aus diesem Grund wäre es sinnvoll, wenn es vermehrte Kontrollen zur Einhaltung aller Schutzbestimmungen gibt“, so der Tiroler ÖGB Landesjugendsekretär.
Eine genaue Kontrolle der Dienstpläne, Arbeitszeiten, Arbeitsbedingungen und Arbeitsumgebung ist für Gewerkschaften unumgänglich und sollte bei Missachtung rigoros bestraft werden. „Schutzbestimmungen müssen eingehalten werden. Betriebsräte haben ein wachsames Auge auf die Einhaltung der Gesetze. In Betrieben ohne PersonalvertreterInnen ist es dringend notwendig, dass es mehr Kontrollen durch das Arbeitsinspektorat gibt“, informiert Leist abschließend.


