Di
24
Aug
2010
vida schließt sich Tourismus-Jubelmeldungen an und fordert bessere Arbeitsbedingungen
Als sehr erfreulich bezeichnet der Tiroler Vorsitzende der Gewerkschaft vida Günter Mayr die positiven Meldungen, wonach in der Sommersaison Gästezahl um 9,6 Prozent in die Höhe geschraubt werden konnte und diese somit zur zweitbesten Saison seit zwanzig Jahren wurde. „Den Hauptanteil des Erfolges leisteten ArbeitnehmerInnen der Tourismusbranche, die leider nach wie vor unter unfairen Arbeitsbedingungen leiden. Insbesondere die miserable Bezahlung und die familienunfreundlichen Arbeitszeiten stellen eine immer größere Belastung dar“, erklärt Mayr.
Der Tourismus ist von der Lohn- und Gehaltsstruktur bereits im unteren Drittel der Einkommen angesiedelt. „Durch All-In-Klauseln in den Arbeitsverträgen sind die Beschäftigten oft gezwungen, 10 Stunden und mehr pro Tag zu arbeiten, ohne dafür einen zustehenden Ausgleich zu bekommen. Genau diese Umstände müssen unterbunden werden. Soziale Gerechtigkeit für jene Personen, die den Erfolg der Branche garantieren und zwar den ArbeitnehmerInnen“, so vida Sekretär Roland Müller.
Besonders Lehrlinge im Hotel- und Gastgewerbe finden meist schwierige Bedingungen vor. „Einerseits werden sehr flexible Arbeitszeiten gefordert, andererseits ist die Bezahlung äußerst schlecht. Gefragt seien daher innovative Konzepte, denn andere Wirtschaftszweige sind dem Tourismus an Angeboten für junge Menschen, wie zum Beispiel Bonuszahlungen für gutes Zeugnis, Führerschein oder Matura, weit überlegen“, so Mayr abschließend.


