Di
24
Aug
2010
Leist „WK-Bodenseer behält Bodenhaftung nur beim 100-prozentigen Nein zum Thema Leiharbeit“
„Einmal so und einmal anders - Kritik an allem was der Gewinnmaximierung im Wege steht“, entnimmt der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende Otto Leist den Aussagen des WK-Chefs Bodenseeres in den letzten Tagen. Zum Einem verweist Bodenseer die letztendlich gerechtfertigte Forderungen nach fairen Lohnverhandlungen seitens der Gewerkschaft mit dem Statement ‚Gewerkschafter sollen am Boden bleiben’ von sich und zum Anderem verblüfft er mit dem plötzlichen ‚Nein’ zu Leiharbeit aber auch durchaus positiv: „An sein 100-prozentiges Nein zur Leiharbeit werden wir WK-Vertreter im Zuge der KV-Verhandlungen erinnern“, so Leist.
Bodenhaftung bei den Forderungen fehle zudem laut Leist der Arbeitgeberseite. „Unternehmen haben in Krisenzeiten auf nur sehr wenig verzichten müssen. Zudem strömen Gewinne schon wieder in die eigenen Taschen und treiben die Gewinnmaximierung voran. Leidtragende sind nach wie vor die ArbeitnehmerInnen, die trotz des Wirtschaftsaufschwunges durch die Finger schauen. Ich nenne mit Einkommenseinbußen in Form von Kurzarbeit, Streichung von Überstunden und Arbeitslosigkeit nur drei der zahlreichen negativen Folgeerscheinungen die rein zu Lasten der ArbeitnehmerInnen gingen und gehen. Ich werde als ÖGB Vorsitzender mit all meiner Kraft für ArbeitnehmerInnen eintreten, dass sie den Lohn für ihre Arbeit und Loyalität in Form von sozial gerechten und fairen KV-Verhandlungen erhalten“, erklärt Leist.
Der Aussage, von Leiharbeit abzusehen kann Otto Leist sehr viel abgewinnen: „Bodenseeres 100-prozentiges Nein zum Thema Leiharbeit schließen wir uns gerne an. Scheinbar hat sich auch in Kreisen der Wirtschaftskammer herumgesprochen, dass Leiharbeit erhöhtes Unfallrisiko, Arbeitsplatzverlustrisiko, in der Regel kürzere Kündigungsfristen, vielfach weniger Einkommen und schlechtere Arbeits- und Rahmenbedingungen sowie unsichere Lebensplanung mit sich bringt und somit sozial unfair ist“, so der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende abschließend.


