Der Tiroler ÖGB Landessekretär Peter Hofer ist enttäuscht über die schwächelnde Haltung der Tiroler PolitikerInnen in der Postamtsschließungsfrage. „Insbesondere die aufgebende Haltung und Resignation des Gemeindeverbandspräsidenten Ernst Schöpf kann ich nicht verstehen. Die Tatsache, dass 90 Prozent jener Bürgermeister, in deren Gemeinden Postämter geschlossen wurden oder werden sollen, mit der Situation unzufrieden sind spricht schon Bände und ist Grund genug für seinen hundertprozentigen Einsatz. Denn schließlich wurde er nicht fürs Aufgeben gewählt. So werden das auch PostmitarbeiterInnen und Konsumenten sehen“, ist sich Hofer sicher.
„Bedenklich ist auch inwiefern sich die Post-Chefetage über den Landtagsbeschluss hinwegsetzt. Der ÖGB steht allen Post-Beschäftigten als Ratgeber zur Seite. Wir werden den Kampf nicht aufgeben und uns weiter aktiv für deren Angelegenheiten einbringen“, fügt Hofer hinzu. Den Post-ManagerInnen stellt der ÖGB Landessekretär ein schlechtes Zeugnis aus: „Den Managern geht es nur um kurzfristigen Erfolg und fette Bonis. Innovation und Weitblick sind scheinbar ein Fremdwort. Nicht anders ist die Tatsache zu erklären, dass trotz stabiler Halbjahresbilanz weiter mit der Sense durchs Land gefahren wird“, so Hofer abschließend.


