Do

01

Jul

2010

Leist: „Trotz positiven Signals sind wir noch nicht übern Berg“

Trotz des Rückgangs der Arbeitslosigkeit von 5,5 auf 5 Prozent sieht der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende noch keinen Anlass von einer einschneidende Trendwende am Arbeitsmarkt zu sprechen. „In Tirol sind 15.970 Menschen arbeitslos gemeldet und 2.542 in Ausbildung (+34,4). Besonders kritisch ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die um bedenkliche 16 Prozent angestiegen ist. Diese Faktoren müssen unbedingt bei den Budgetierungsmaßnahmen des Landes und des Bundes berücksichtigt werden. Falsche Einsparungen werden soziale Folgewirkungen haben“, erklärt Leist.

Einsparungen, wie jene 100 Millionen Euro bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik können schwere Folgen für den ohnehin schon angespannten Arbeitsmarkt haben. „Wir warnen davor, bei Qualifizierungsmaßnahmen, insbesondere bei jenen der Jugendlichen zu sparen. Nur mit gut ausgebildeten ArbeitnehmerInnen wird der Tiroler Wirtschaftsraum wettbewerbsfähig bleiben. Der Bau des Brennerbasistunnel und Investitionen in den Bereich Pflege- und Gesundheit können den Tiroler Arbeitsmarkt für die Zukunft krisensicherer machen“, so Leist.

 

Leist fordert auch, dass Reiche einen fairen Teil zur Budgetsanierung beitragen müssen. „Wir wollen die Vermögenssteuer, dann ist nämlich genug Geld für die Budgetsanierung und für Investitionen in die Zukunftsbereiche da“, sagt der gf. Tiroler ÖGB Vorsitzende abschließend.

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