Mi
30
Jun
2010
Lackner lobt Gewerkschafts-Know-How der Lienzer SchülerInnen
Die 4c der HAK Lienz hat vergangene Woche den Preis für den Sieg im GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) Übungsfirmenwettbewerb überreicht bekommen. „Diese Form der Wissensvermittlung dient als Paradebeispiel, wie man jungen Menschen die so wichtige gewerkschaftliche Arbeit näher bringen kann. Ich bin stolz, dass der Sieg an eine Lienzer Schulklasse gegangen ist und vor allem auf die Tatsache, wie rasch Jugendliche begreifen, dass ohne Betriebsrat die Rechte der ArbeitnehmerInnen umgangen werden“, erklärt der Osttiroler ÖGB Vorsitzende Willhelm Lackner.
Die SchülerInnen der HAK Lienz konnten sich gegen 60 MitstreiterInnen aus ganz Tirol durchsetzen. Bereits zu Beginn des laufenden Schuljahres haben sich die Betriebsräte von morgen bereits Gedanken über den Ablauf einer Betriebsratsgründung gemacht und diese im Laufe des Jahres umgesetzt. Dabei war jede Klasse gefordert einen Betriebsrat als Sprachrohr der KlassenkollegInnen zu bilden. Auf der ArbeitgebeInnenseite fungiert dabei die/der jeweilige LehrerIn.
Das beste Durchsetzungsvermögen und eine tadellose gewerkschaftspolitische Arbeit konnte die 4c der HAK Lienz unter Führung des Betriebsratsvorsitzenden (Schülers) Johannes Schneider und tatkräftiger Unterstützung seines kongenialen Schriftführers Niclas Rogl vorlegen. Sie konnten mit stichhaltigen Argumenten ArbeitnehmerInnenforderungen auf arbeitsrechtlicher Basis durchsetzen und Betriebsvereinbarungen abschließen. Dafür wurden die Belegschaft mit einem Check ein Scheck im Wert von 300 Euro für die Betriebsrats-/Schülerkasse belohnt.
„Wir als GewerkschafterInnen sind sehr froh, dass junge Menschen wissen, wie wichtig Betriebsräte und PersonalvertreterInnen sind, damit die Rechte der ArbeitnehmerInnen gewahrt werden. Fehlt ein Solcher, dann werden der Belegschaft Dinge aufdiktiert, die zu deren Lasten gehen. In Osttirol funktioniert die Betriebsrätearbeit aufgezeichnet und wenn ich mir junge Menschen anschaue, dann mach ich mir um die Zukunft keine Gedanken, dass sich das zum schlechteren wenden wird“, so der Osttiroler Regionalsekretär Harald Kuenz abschließend.
